: Bäuerliche Schönheit erstrahlt neu und zehn Tonnen Schutt leichter
Man hätte das alte Bauernhaus im Schwarzwald zum Museum umfunktionieren können, so viel altes Inventar fand sich darin. Der Stuttgarter Architekt Martin Ohlf hat lieber zehn Tonnen Bauschutt rausgeholt – und den Hof in ein uriges Domizil umgewandelt.
Der Mühlradhof im Schwarzwald, ein Doppelhof aus dem Jahr 1659, von der Seite aus gesehen.
Martin Ohlf/Roland Halbe
Die alte Rauchküche ist nun das Herzstück des Hauses. Zuletzt war darüber ein Boden eingezogen, dort lagen die Kammern für Mägde und Tagelöhner. Die Küche war dunkel und ohne Fenster. Ohlf öffnete die Decke wieder und baute zudem einen moderner Glasgang, der Licht in die nun offene Küche mit der Kochinsel und Fußbodenheizung lässt – dem Mittelpunkt des Hauses. Die Wände sind verkrustet, den alten Ruß hat er gelassen, als Patina.
Martin Ohlf/Roland Halbe
Die drei Bäder liegen ebenfalls im Erdgeschoss. Neben dem schmalen Bad mit originalen Stein- und Holzwänden und dem behaglichen Lehmwand-Bad gibt es noch das Terrassenbad im ehemaligen Brunnenhaus, das von einer archaischen Bergmauer und kleinen Fenstern mit Blick in die Landschaft umschlossen wird.
Martin Ohlf/Roland Halbe
Der Mühlradhof – damals hieß er noch Schindlerhof – in den 1930er Jahren.
Martin Ohlf
Das Tiny House La Chalette vom Bauernhaus aus gesehen.
Martin Ohlf/Roland Halbe
Der Stuttgarter Architekt Martin Ohlf.
Sina Hasenmaile Fotografie/momentlichkeiten_Sina-Hasenmaile