25-jährige Tote in Pforzheim: Anklage wegen Mordes wird geprüft

Der 32-jährige mutmaßliche Täter im Fall der ermordeten 25-Jährigen in Pforzheim muss unter Umständen mit einer Mordanklage rechnen. (Symbolfoto)
dpa/SymbolbildNach dem gewaltsamen Tod einer 25-Jährigen in Pforzheim prüft die Staatsanwaltschaft eine mögliche Anklage des 32-jährigen Verdächtigen wegen Mordes. Derzeit wird dem mutmaßlichen Täter Totschlag und Vergewaltigung vorgeworfen.
Pforzheim - Nach dem gewaltsamen Tod einer Pforzheimerin prüft die Staatsanwaltschaft eine Anklage wegen Mordes. Derzeit wird dem mutmaßlichen Täter Totschlag und Vergewaltigung vorgeworfen. „Für das Mordmerkmal müssten wir dem Täter Heimtücke nachweisen“, sagte die Leiterin der Pforzheimer Staatsanwaltschaft, Sandra Bischoff, am Donnerstag.
Auf Totschlag steht eine Strafe zwischen 5 und 15 Jahren, bei Totschlag in besonders schwerem Fall droht wie bei Mord lebenslang. Die 25-jährige Pforzheimerin war von einem Mann, den sie kurz zuvor kennengelernt hatte, getötet worden.
Die junge Frau war dem 32 Jahre alten Mann am frühen Sonntagmorgen in einem Pforzheimer Lokal begegnet. Sie nahm die neue Bekanntschaft mit zu sich nach Hause. Dort soll es nach Zärtlichkeiten zu einem Streit mit Handgreiflichkeiten und Beleidigungen gekommen sein. Der Mann stach dabei laut Polizei mit einem Küchenmesser mehrfach auf die Frau ein. Dann soll er sie vergewaltigt haben. Ob sein Opfer da noch lebte, war zunächst unklar. Die junge Frau verblutete schließlich.
Der bereits wegen Raubes mit gefährlicher Körperverletzung vorbestrafte Mann aus dem südlichen Enzkreis wurde über einen Abdruck schnell identifiziert und am Dienstagabend - einen Tag nach dem Fund der Leiche - festgenommen. Der geständige Täter sitzt in Haft.