Ab Mittwoch
: Waldbrandgefahr im Südwesten auf Stufe 4

Temperaturen bis 37 Grad, Sonne satt und kaum bis kein Regen: Wie sich das Wetter in den kommenden Tagen entwickeln soll – und welche Folgen die erhöhte UV-Strahlung haben kann.
Von
dpa
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
Hitze in Deutschland: ARCHIV - 21.06.2026, Baden-Württemberg, Unlingen: Hinter einem Thermometer geht am Morgen die Sonne auf. (zu dpa: «Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nie») Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ab Mittwoch gilt den Angaben zufolge fast flächendeckend im Südwesten die zweithöchste der fünf Gefahrenstufen für Waldbrände.

Thomas Warnack/dpa
  • Ab Mittwoch im Südwesten meist Gefahrenstufe 4 für Waldbrände, teils Stufe 5.
  • DWD: Grasland-Feuerindex ab Donnerstag landesweit auf zweithöchster Stufe.
  • UV-Gefährdung bis Mittwoch hoch, im Süden bei wolkenlosem Himmel teils sehr hoch.
  • Hitze nimmt zu: bis 34 Grad am Dienstag, am Donnerstag am Rhein bis 37 Grad.
  • Nächte kühlen bei geringer Bewölkung auf 17 bis 11 Grad ab – meist bleibt es trocken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Sommerferienwetter in Baden-Württemberg hat auch seine Schattenseiten. Bei hochsommerlichen Temperaturen sollen in den kommenden Tagen in vielen Landesteilen die Gefahren für Waldbrände und durch UV-Strahlung, die Sonnenbrand auslösen kann, zunehmen. Das geht aus Warnkarten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Im Detail:

Die Waldbrandgefahr

Ab Mittwoch gilt den Angaben zufolge fast flächendeckend im Südwesten die zweithöchste der fünf Gefahrenstufen für Waldbrände. Für manche Regionen wie Rheinstetten (Landkreis Karlsruhe) und im Nationalpark Schwarzwald wird sogar der höchste Wert angegeben. Um Renningen (Landkreis Böblingen) hingegen liegt die Waldbrandgefahr nur im mittleren Bereich (Stufe 3) - so sieht es am Dienstag noch in mehreren Regionen Baden-Württembergs aus.

Noch deutlicher ist diese Entwicklung beim sogenannten Grasland-Feuerindex, der die Feuergefährdung für offenes, nicht abgeschattetes Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs beschreibt. Hier gibt der DWD am Mittwoch für fast gesamt Baden-Württemberg und ab Donnerstag dann für das komplette Bundesland die zweithöchste Warnstufe an. Am Dienstag wird in mehreren Landesteilen nur Stufe 3 von 5 angenommen.

Das UV-Risiko

Der UV-Gefahrenindex reicht nicht so weit in die Zukunft. Bis Mittwoch wird die gesundheitliche Gefährdung als hoch eingestuft - was im mittleren Bereich liegt. Am nördlichen Rand des Landes ist sie etwas geringer als im restlichen Teil. Bei wolkenlosem Himmel wird im Süden sogar eine sehr hohe UV-Gefahr angenommen. In jedem Fall seien Schutzmaßnahmen erforderlich.

Ein Mann rutscht im Freibad eine Wasserrutsche hinunter.

Thomas Warnack/dpa

UV erzeugt den Angaben zufolge bei Menschen eine akute Hautbräunung als Zeichen des Schutzes vor erhöhten UV-Strahlungsdosen. Auch Sonnenbrand entsteht, der ein Zeichen für die Überdosierung und damit die Überforderung der Schutzmechanismen der Haut ist. Spätfolgen übermäßigen Sonnengenusses können eine frühzeitige Alterung der Haut und Hautkrebs sein. Daher ist es ratsam, sich im Schatten aufzuhalten und weite Kleidung zu tragen.

Die Aussichten

Hinzu kommt Hitze: Der Vorhersage zufolge sind am Dienstag im Bergland um 28 Grad, am Hochrhein bis 34 Grad möglich. Ähnlich sieht es am Mittwoch aus, bevor am Donnerstag am Rhein sogar 37 Grad erwartet werden. Dann bleiben die Temperaturen laut DWD selbst im Bergland nicht unter 30 Grad.

Hingegen könne es in den Nächten bei geringer Bewölkung spürbar abkühlen, teilten die Fachleute mit: Erwartet werden Tiefstwerte zwischen 17 und 11 Grad.

Im Süden könnten am Dienstagnachmittag Quellwolken aufziehen. Im Südschwarzwald seien auch ein kurzer Schauer oder ein kurzes Gewitter nicht ausgeschlossen. Die Tage darauf bleibt es voraussichtlich trocken.