Aufregung auf Schwäbischer Alb
: Nach 11 Stunden Suche – Känguru Karl Heinz ist wieder zu Hause

Stundenlang war Känguru „Karl Heinz“ unterwegs. Polizei und Besitzer suchten nach dem Ausreißer. Bei einem Wald fand das Tier schließlich zurück nach Hause. Dort warteten seine besten Tierfreunde.
Von
red/dpa
Kirchheim am Ries

Nach einer elfstündigen Flucht durch Wälder ist das Bennett-Wallaby zurück im heimischen Gehege.

Jason Tschepljakow/dpa
  • Nach 11 Stunden Suche kehrte Känguru „Karl Heinz“ in sein Gehege in Kirchheim am Ries zurück.
  • Das Bennett-Wallaby wurde abends in einem Wald entdeckt und auf einem Bauernhof eingefangen.
  • Helfer nutzten Fahrsilos, trugen das Tier ins Auto – es war nicht mehr gestresst und schlief ein.
  • Die Polizei suchte zeitweise im Wald nahe der bayerischen Grenze, zog sich später zurück.
  • „Karl Heinz“ hört auf seinen Namen und hält sich oft bei den Hühnern des Hofs auf.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

1,40 Meter groß, schnell und auf der Flucht: Ein Känguru ist nach elf Stunden Suche durch Polizei und Besitzer erschöpft in seinem heimischen Gehege eingeschlafen. „Als er zu Hause war, hat er gut geschlafen. Da hat man ihm den Tag angemerkt“, erzählt Celine Mattausch, die zusammen mit ihrem Mann und ihrem Bruder Besitzerin des Kängurus namens „Karl Heinz“ ist.

Tier wird mit Fahrsilos ausgebremst

Das zweieinhalb Jahre alte Männchen ist demnach ein Bennett-Wallaby und war am Mittwoch in Kirchheim am Ries auf der Schwäbischen Alb ausgebüxt. Am Abend wurde das Tier laut Mattausch zufällig in einem Wald entdeckt. Auf dem Bauernhof von Freunden gelang es schließlich, das Känguru mit Hilfe von Fahrsilos einzufangen.

Ins rund 1,5 Kilometer entfernte Zuhause wurde „Karl Heinz“ anschließend im Auto gebracht. „Wir haben ihn ins Auto reingetragen und festgehalten. Das ging problemlos“, sagt Mattausch. Zu diesem Zeitpunkt sei das Tier schon nicht mehr gestresst gewesen.

Bis auf zwei Meter herangekommen

Die Besitzer hatten am Morgen bemerkt, dass das Känguru verschwunden war, und die Polizei alarmiert. Das Tier hielt sich unter anderem in einem Wald nahe einer Landstraße auf. Zwischenzeitlich waren auch Beamte in dem Waldstück nahe der bayerischen Grenze im Einsatz. Weil sich der Ausreißer jedoch im Wald aufhielt und keine Straßen betroffen waren, zogen sie nach einiger Zeit wieder ab.

Die Besitzer und ihre zahlreichen Helfer gaben die Suche allerdings nicht auf. Mattausch gelang es sogar einmal, sich „Karl Heinz“ bis auf etwa zwei Meter zu nähern. Das Känguru höre auf seinen Namen, sagt sie. Dramatisch wurde es noch einmal, als sich das Tier von starken Windgeräuschen ablenken ließ und erneut davon hüpfte.

Zurück bei den Hühnern

Ansonsten sei „Karl Heinz“ sehr brav und lieb, erzählt Mattausch. Sein Gehege grenzt an den Stall mit den 20 Hühnern des Hofs. Dort halte sich das Känguru häufig auf. „Die Hühner sind seine besten Freunde.“