Ausbau der Luftrettung: Hier soll es einen neuen Rettungshubschrauber im Land geben

Auch im Neckar-Odenwald-Kreis soll ein Rettungshubschrauber stationiert werden. (Symbolbild)
Thomas Warnack/dpa- Baden-Württemberg plant einen weiteren Rettungshubschrauberstandort im Neckar-Odenwald-Kreis.
- Start im Juli 2027 vorgesehen – das Innenministerium bestätigte die Planungen.
- Ravenstein ist als dauerhafter Standort vorgesehen, doch die Station wird wohl später fertig.
- Übergangslösung: Walldürn oder Mosbach kommen als Interimsstandort für „Christoph Odenwald“ in Frage.
- Ziel bleibt flächendeckende Erreichbarkeit: 20 Minuten am Tag, nachts 30 Minuten bis zu jedem Ort.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Land Baden-Württemberg treibt den Ausbau der Luftrettung voran: Von Juli 2027 an soll im Neckar-Odenwald-Kreis ein Rettungshubschrauber stationiert sein. Das bestätigte das Innenministerium. Dies werde der zehnte Standort für Rettungshubschrauber im Land sein. Zuvor hatte der SWR berichtet.
Der Standort soll demnach mittelfristig in Ravenstein liegen. Das entsprechende Vergabeverfahren habe Ende Juni begonnen, teilte das Innenministerium weiter mit. Allerdings werde nicht davon ausgegangen, dass die Luftrettungsstation in Ravenstein zum Juli 2027 fertig werde. Somit werde es einen Übergangsstandort für den Hubschrauber Christoph Odenwald geben. Hierfür kämen die Flugplätze Walldürn und Mosbach in Betracht. Welcher Interimsstandort gewählt werde, hänge von Angeboten von Betreibern ab.
Innerhalb von 20 Minuten alle Orte erreichbar
Der neue Standort basiert auf Empfehlungen der Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020. Diese hatte das Land beim Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement des Klinikums der Universität München erstellen lassen. Aktuell gibt es neun Hubschrauber-Standorte.
Die Luftrettungsstandorte sind so festgelegt, dass alle Orte in Baden-Württemberg flächendeckend tagsüber innerhalb von 20 Minuten nach Alarmierung durch einen Hubschrauber erreicht werden können. In den Nachtstunden sollen alle Orte innerhalb von 30 Minuten erreichbar sein. Nachts gilt eine längere Frist, weil Einsätze bei Dunkelheit zusätzlich vorbereitet werden müssen, um die Flugsicherheit zu gewährleisten.
Der Rettungshubschrauber im Neckar-Odenwald-Kreis soll laut Ministerium tagsüber bereitstehen. Der Vertrag soll bis Ende 2052 laufen. Die Frist für den Eingang der Bewerbungen endet demnach am 14. August. Zu möglichen Kosten machte das Ministerium auf Nachfrage keine Angaben.