Baden-Württemberg: Grundwasserstände wegen Trockenheit extrem niedrig

Die anhaltende Trockenheit führt im Südwesten zu weiter niedrigen Grundwasserverhältnissen.
Marijan Murat/dpa- Anhaltende Trockenheit senkt die Grundwasserstände in Baden-Württemberg deutlich.
- LUBW meldet: 52 Prozent der Messstellen liegen unter dem Normalbereich auf niedrigem Niveau.
- Im Juli gab es keine Sickerungen zum Grundwasser – Werte sind landesweit rückläufig.
- Ein Drittel der Messstellen unterschreitet frühere Juli-Niedrigstwerte der letzten 30 Jahre.
- Noch keine großräumigen Engpässe, doch bei anhaltendem Wetter drohen lokale Knappheiten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die anhaltende Trockenheit fordert ihren Tribut und führt im Südwesten zu weiter niedrigen Grundwasserverhältnissen mit rückläufiger Tendenz. Sollte es mit dem Wetter so weitergehen, könne es im weiteren Verlauf des Jahres zu zunehmenden Beschwerlichkeiten in Spitzenverbrauchszeiten kommen sowie zu Wasserknappheit in Gebieten, die vorwiegend mit Quellwasser versorgt werden. Das berichtete die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe.
Grundwasserstände gehen deutlich zurück
Es habe im Juli keine Sickerungen zum Grundwasser gegeben. Niedrige Verhältnisse würden in allen Landesteilen gemessen und seien deutlich rückläufig. „Mittlerweile bewegen sich 52 Prozent der Messstellen unterhalb des Normalbereichs auf niedrigem Niveau“, hieß es. Anfang Juli seien es noch 36 Prozent gewesen. An einem Drittel der Messstellen lägen die aktuellen Werte unter den bisherigen Juli-Niedrigstwerten aus den vergangenen 30 Jahren. Noch seien großräumige Engpässe in der Wasserversorgung aber nicht absehbar.
Für die Bewertung berücksichtigt die LUBW die aktuelle Situation, setzt sie in Bezug zur bisherigen Entwicklung und erstellt Prognosen. Dabei werden Faktoren herangezogen wie Bodenfeuchte, meteorologische Daten wie Temperatur und Niederschläge sowie der bisherige saisonale gewässerkundliche Jahresverlauf der Messstellen.