Baden-Württemberg: Wie viel Laub darf in die Biotonne?

Darf das ganze Laub in die Biotonne?
IMAGO/Future ImageEine landesweit einheitliche Höchstmenge für Laub in der Biotonne gibt es in Baden-Württemberg nicht. Grundsätzlich dürfen kleinere Mengen Laub über den Biomüll entsorgt werden. Darauf weist auch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hin.
Allerdings entscheiden die einzelnen Stadt- und Landkreise selbst darüber, welche Abfälle in die Biotonne gehören. Maßgeblich ist die jeweilige Abfallwirtschaftssatzung. Deshalb können sich die Vorgaben von Kommune zu Kommune unterscheiden.
Wie viel Laub ist in Stuttgart, Karlsruhe und Heidelberg erlaubt?
In Stuttgart gehört Laub ausdrücklich zu den zulässigen Gartenabfällen für die Biotonne. Eine spezielle Höchstmenge in Litern wird in den städtischen Entsorgungshinweisen nicht genannt.
Etwas anders sieht es in Karlsruhe aus. Dort dürfen laut dem Team Sauberes Karlsruhe nur Kleinmengen nicht holziger Grünabfälle in die Biotonne. Dazu zählt auch Laub. Eine genaue Litergrenze nennt die Stadt allerdings nicht. Größere Mengen können bei den kommunalen Grünabfallsammelstellen abgegeben werden.
In Heidelberg ist Laub ebenfalls in der Biotonne erlaubt. Wer größere Mengen entsorgen möchte, kann zusätzliche gebührenpflichtige Bioabfallsäcke verwenden oder Laub kostenlos zu den städtischen Recyclinghöfen bringen.
Darf die Biotonne ausschließlich mit Laub gefüllt werden?
Ein grundsätzliches landesweites Verbot, die Biotonne vollständig mit Laub zu füllen, besteht nicht. Ob eine solche Befüllung vor Ort zulässig ist, hängt jedoch von den kommunalen Vorgaben ab.
Wichtig ist außerdem, dass die Tonne ordnungsgemäß geleert werden kann. Laub sollte deshalb nicht fest hineingepresst werden. Der Deckel muss sich vollständig schließen lassen. Zusätzliche Abfälle neben der Tonne werden bei der regulären Leerung nicht automatisch mitgenommen.
Wohin mit größeren Laubmengen?
Wer im Herbst besonders viel Laub sammelt, kann kommunale Grüngut- und Recyclinghöfe nutzen. In Stuttgart beispielsweise dürfen Privatpersonen Kleinmengen bis zu zwei Kubikmetern Grüngut pro Tag kostenlos an den entsprechenden Annahmestellen abgeben.
Eine weitere Möglichkeit ist die Kompostierung im eigenen Garten. Dort kann Laub zu wertvollem Humus werden. Wer unsicher ist, welche Mengen in die Biotonne dürfen, sollte die Vorgaben seines örtlichen Entsorgungsbetriebs prüfen.
