Brandstiftung in Reutlingen
: Täter versuchten offenbar, in weitere  Umspannwerke einzudringen

Nach dem Brand eines Umspannwerks in Reutlingen ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei wegen weiterer Versuche im Reutlinger Umland, in Umspannwerke einzudringen.
Von
Philip Kearney
Reutlingen
Großflächiger Stromausfall in Reutlingen

Ein Brand in einem Umspannwerk sorgte am 8. Juni für einen großflächigen Stromausfall in Reutlingen.

Christoph Schmidt/dpa
  • Ermittler prüfen weitere Einbruchsversuche in Umspannwerke im Umland von Reutlingen.
  • Konkret betroffen war auch ein Umspannwerk bei Münsingen – der Versuch scheiterte.
  • Hinweise auf Beschädigungen an Umzäunungen ähnlicher Anlagen werden ausgewertet.
  • Auskünfte bleiben knapp, da die Generalstaatsanwaltschaft ermittlungstaktisch abwägt.
  • In der Nacht zum 8. Juni brannte das Umspannwerk Reutlingen-West – großer Stromausfall.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Vorfeld der Brandstiftung im Umspannwerk Reutlingen-West, der zu einem massiven Stromausfall führte, hat nach Informationen unserer Redaktion offenbar auch weitere Versuche gegeben, in Umspannwerke in der näheren und weiteren Umgebung von Reutlingen einzudringen. Konkret betroffen war demnach auch ein Umspannwerk bei Münsingen. Der Versuch scheiterte aber.

Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte entsprechende Informationen unserer Redaktion. Aktuell würden Ermittlungen laufen, was den offenbar erfolglosen und abgebrochenen Versuch angeht, in das Umspannwerk bei Münsingen einzudringen. Derzeit würden unter anderem verschiedene Hinweise überprüft und dazu Ermittlungen unternommen.

Hinweise auf Beschädigungen an anderen Umspannwerken

Der Sprecher bestätigte in diesem Zusammenhang, dass es auch weitere Hinweise auf Beschädigungen an den Umgrenzungen ähnlicher Objekte in der Umgebung gab, die untersucht würden und bezüglich derer versucht werde, zeitliche Eingrenzungen vorzunehmen. Weitere Einzelheiten könnten dazu derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden, so die für die Ermittlungen federführend zuständige Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart.

In Reutlingen hatten unbekannte Täter in der Nacht zum 8. Juni mit Brandbeschleuniger mehrere Brände in dem Umspannwerk in einem Gewerbegebiet gelegt und so einen großflächigen Stromausfall ausgelöst. Über viele Stunden waren tausende Haushalte ohne Strom, auch das örtliche Krankenhaus und zahlreiche Betriebe. Es kam zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und dem THW. Nach der Brandstiftung hatte das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen und dafür eine Sonderkommission eingerichtet. Auch Videoaufnahmen rund um das Umspannwerk Reutlingen West würden ausgewertet.

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