Einsatz bei Heidenheim: Spezialkräfte nehmen mutmaßlichen Erpresser auf Parkplatz fest

Auf einem Parkplatz in Königsbronn haben Spezialeinsatzkräfte einen Verdächtigen festgenommen. (Symbolbild)
Marius Becker/dpa- Spezialkräfte verhaften in Königsbronn einen mutmaßlichen Erpresser bei Geldübergabe.
- Der 49-Jährige soll mit einer 50-Jährigen einen 60-Jährigen in Italien festgehalten haben.
- Dem Opfer wurden erhebliche Verletzungen zugefügt – es überwies Geld auf Täterkonten.
- Nach der Freilassung forderten die Täter weiter einen sechsstelligen Betrag.
- Frau in Italien festgenommen: Europäischer Haftbefehl, Auslieferungsverfahren läuft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf einem Supermarktparkplatz in Königsbronn (Kreis Heidenheim) konnten Spezialkräfte der Polizei einen mutmaßlichen Erpresser bei einer geplanten Geldübergabe festnehmen. Der 49-Jährige soll – zusammen mit einer 50-jährigen Frau und weiteren Komplizen – einen 60-Jährigen tagelang in einem Gebäude in Italien festgehalten und erpresst haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten. Dabei wurden dem Opfer auch erhebliche Verletzungen zugefügt.
Die Täter sollen das Opfer genötigt haben, Geld auf ihre Konten zu überweisen. Anschließend ließen sie den Mann den Angaben nach in Italien frei, forderten aber noch einen sechsstelligen Betrag von ihm. Die Übergabe war auf dem Supermarktparkplatz in Königsbronn am Freitag, 2. Oktober, vereinbart. Als der mutmaßliche Erpresser gegen 19 Uhr dort erschien, nahmen ihn Spezialkräfte des Polizeipräsidiums fest. Verletzt wurde er dabei nicht.
Frau in Italien festgenommen
Direkt am folgenden Samstag wurde der Mann aus dem Landkreis Heidenheim dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Ellwangen wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung vorgeführt und kam in Untersuchungshaft. Am selben Tag konnte die 50 Jahre alte Tatverdächtige durch die Polizei in Italien festgenommen werden. Gegen sie wurde ein europäischer Haftbefehl vollstreckt. Das Auslieferungsverfahren gegen die Frau dauert derzeit an.
Zu den Hintergründen der mutmaßlichen Erpressung machten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben. Auch in welcher Verbindung die Beteiligten standen und wie die Polizei ihnen auf die Schliche gekommen war, teilte ein Sprecher zunächst nicht mit. Am Freitag durchsuchten Ermittler Räume zweier weiterer Verdächtiger. Diese kamen nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.