Ermittlungen in Sinsheim
: Verdacht auf gefälschte Arbeitsverträge – 29-Jähriger im Visier der Ermittler

Die Bundespolizei hat in Sinsheim die Geschäftsräume eines 29-Jährigen durchsucht. Der Mann steht im Verdacht, Ausländer eingeschleust und Urkunden gefälscht zu haben.
Von
Gülay Alparslan
Sinsheim
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Bundespolizei: ARCHIV - 03.07.2024, Bayern, München: Bundespolizisten in ihrer Uniform. (zu dpa: «Durchsuchungen in NRW - Verdacht illegaler Schleusungen») Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein 29-Jähriger steht im Verdacht, das Fachkräfteverfahren missbraucht zu haben. Die Bundespolizei stellte bei einer Durchsuchung Beweismittel sicher (Symbolfoto).

Sven Hoppe/dpa
  • Bundespolizei durchsucht in Sinsheim Geschäftsräume eines 29-Jährigen – Verdachtslage stark.
  • Er soll im Fachkräfteverfahren Türken eingeschleust und teils gefälschte Verträge eingereicht haben.
  • Untervollmachten verschiedener Firmen wurden missbräuchlich genutzt, so die Polizei.
  • Vorabzustimmungen führten teils zu Visa in Ankara; einige Fachkräfte tauchten später unter.
  • Ermittlungen wegen Einschleusen und Urkundenfälschung laufen; zuvor gab es bereits Verfahren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Bundespolizei Stuttgart hat in Sinsheim die Geschäftsräume eines 29-Jährigen durchsucht. Nach Angaben der Polizei steht der Mann im Verdacht, türkische Arbeitnehmer im Rahmen des beschleunigten Fachkräfteverfahrens nach Deutschland eingeschleust zu haben.

Als Geschäftsführer einer Personalvermittlungsfirma soll er unter missbräuchlicher Verwendung von Untervollmachten verschiedener Firmen teilweise gefälschte Arbeitsverträge bei Ausländerbehörden eingereicht haben. Dadurch sollen Vorabzustimmungen der Ausländerbehörden und der Bundesagentur für Arbeit erfolgt sein, die in einigen Fällen zu Visaerteilungen bei einer deutschen Auslandsvertretung in Ankara geführt haben.

29-Jähriger bereits zuvor im Fokus der Ermittler

Laut den Unternehmen, bei denen die vermittelten Arbeitnehmer beschäftigt waren, nahmen einige der Fachkräfte ihre Tätigkeit gar nicht oder nur kurzzeitig auf, bevor sie untertauchten. Die Bundespolizei ermittelt gegen den 29-Jährigen wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern und der Urkundenfälschung.

Bei der Durchsuchung stellten die Ermittler der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung verschiedene Beweismittel sicher und beschlagnahmten diese. Gegen den Mann war in der Vergangenheit bereits wegen mehrerer Betrugsdelikte, Urkundenfälschungen und Geldwäsche ermittelt worden. Die Ermittlungen in vorliegender Sache dauern an.

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