Erneut Unwetter in Baden-Württemberg möglich
: Karte zeigt, wo heute Gewitter drohen

In Baden-Württemberg drohen am Donnerstag erneut kräftige Gewitter. Auch Hagel kann sich wieder bilden.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Wetter in Erfurt: ARCHIV - 10.06.2026, Thüringen, Erfurt: Dunkle Wolken ziehen über die Erfurter Altstadt. Das Wetter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist weiterhin unbeständig mit Schauern und Gewittern. (zu dpa: «Gewitter und Starkregen – Unwetter am Freitag möglich») Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Baden-Württemberg kann es heute erneut zu starken Gewittern kommen.

Martin Schutt/dpa

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gelangt mit einer südwestlichen Strömung noch einmal sehr warme bis heiße und zugleich feuchte, instabile Luft nach Süddeutschland. Vor allem ab der zweiten Tageshälfte steigt das Unwetterrisiko deutlich an. Die Wetterkarte für Baden-Württemberg zeigt, wo sich im Laufe des Tages Gewitter bilden können:

Ab Mittag können sich zunächst einzelne Gewitter bilden. Dabei sind innerhalb kurzer Zeit Regenmengen um 20 Liter pro Quadratmeter, kleiner Hagel sowie Böen zwischen 60 und 80 Kilometern pro Stunde möglich. Lokal rechnen die Meteorologen auch mit heftigem Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter, Hagelkörnern mit einem Durchmesser von etwa drei Zentimetern und schweren Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde.

Kleinräumig lässt sich sogar extrem heftiger Starkregen mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit nicht ausschließen. Solche Niederschlagsmengen können Straßen und Unterführungen überfluten sowie Bäche rasch anschwellen lassen.

Bis zu 33 Grad in der Kurpfalz

Zunächst zeigt sich am Donnerstag neben einigen Wolken häufig die Sonne. Im Tagesverlauf entstehen einzelne Schauer, später können sich teils kräftige Gewitter entwickeln. Die Temperaturen erreichen 27 Grad im Bergland und bis zu 33 Grad in der Kurpfalz.

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Vor allem im Westen Baden-Württembergs wird in tieferen Lagen unterhalb von etwa 400 Metern eine starke Wärmebelastung erwartet. Der Wind weht meist mäßig und dreht zunehmend auf Südwest. In Gewitternähe sind starke Böen bis hin zu schweren Sturmböen möglich.

In der Nacht zum Freitag treten zunächst weiterhin verbreitet Schauer und Gewitter auf. Erst im Laufe der Nacht sollen diese allmählich seltener werden. Die Temperaturen sinken auf 20 bis 15 Grad. Auf den Schwarzwaldgipfeln können starke bis stürmische Böen aus Südwest auftreten.

Auch am Freitag weitere Gewitter

Am Freitag bleibt das Wetter wechselhaft. Es gibt mehr Wolken als Sonne, im Tagesverlauf werden erneut Schauer und Gewitter erwartet. Die Höchstwerte liegen bei 22 Grad in höheren Lagen und sonst zwischen 24 und 28 Grad.

Der Westwind weht mäßig und kann frisch bis stark böig auffrischen. In exponierten Lagen des Schwarzwalds sind stürmische Böen möglich, bei Gewittern auch Sturmböen. Die Gewitter können erneut Starkregen, Hagel und schwere Böen bringen.

Auch in der Nacht zum Samstag halten Schauer und Gewitter zunächst an. Erst im Laufe der Nacht lassen die Niederschläge von Norden her langsam nach. Die Tiefstwerte liegen zwischen 17 und 13 Grad.

Am Wochenende langsam ruhiger

Am Samstag fällt vor allem im Bergland und im Südosten noch schauerartiger Regen. Einzelne Gewitter sind ebenfalls möglich. In den übrigen Regionen bleibt es überwiegend trocken, im Tagesverlauf setzt sich häufiger die Sonne durch. Mit 21 bis 27 Grad wird es etwas weniger warm als an den Vortagen.

In der Nacht zum Sonntag sind im Südosten noch letzte Schauer möglich. Sonst bleibt es teils wolkig, teils klar. Die Temperaturen gehen auf 15 bis 11 Grad zurück.

Am Sonntag scheint besonders im Norden häufig die Sonne. Im Süden wechseln sich Sonne und Wolken ab. In Oberschwaben können sich im Tagesverlauf erneut einzelne Schauer und Gewitter bilden. Die Höchstwerte reichen von etwa 20 Grad im Bergland bis 26 Grad am Rhein.

In der Nacht zum Montag bleibt es voraussichtlich trocken und nur gering bewölkt. Die Tiefstwerte liegen zwischen 12 und 8 Grad.