Festnahme in BW
: 22-jähriger Rumäne soll rechtsextremen Terror-Krieg geplant haben

Festnahme im Enzkreis: Ein 22-jähriger Rumäne soll von Deutschland aus zu einem Terror-Krieg in seinem Heimatland aufgerufen haben. Das Ziel: eine Art Nazi-Staat.
Von
red/afp/rom
Knittlingen/Karlsruhe
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Bundesanwaltschaft

Ein junger Mann soll in Deutschland laut Bundesanwaltschaft Terrorpläne geschmiedet haben. Im Enzkreis kam es nun zur Festnahme.

Christoph Schmidt/dpa
  • Festnahme im Enzkreis: Ein 22-jähriger Rumäne soll Terrorpläne geschmiedet haben.
  • Er soll eine rechtsextreme Gruppe aufgebaut haben, um Rumänien zu destabilisieren.
  • Über zwei Messenger-Kanäle rief er zu Mord, Brandanschlägen und Selbstverletzung auf.
  • Er veröffentlichte Anleitungen für Gift, Sprengstoffe, Molotowcocktails und Autobomben.
  • Vorgeworfen werden der Versuch einer ausländischen Terrorvereinigung und die Vorbereitung einer schweren Gewalttat.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Baden-Württemberg ist am Dienstag ein junger Rumäne festgenommen worden, der von Deutschland aus versucht haben soll, den rumänischen Staat zu bekämpfen. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe versuchte er, eine rechtsextremistische Gruppe zu gründen, die in Rumänien einen „Krieg des Terrors“ entfachen sollte.

Das sollte den Ermittlern zufolge zum Untergang des rumänischen Staats beitragen. Dem Festgenommenen, Nichita P., habe ein neuer Staat nach nationalsozialistischem Vorbild vorgeschwebt. Auch zur Errichtung eines solchen Staats habe die Gruppe beitragen sollen.

Junge Rumänen zu Anschlägen aufgefordert

Ab 2023 soll P. versucht haben, sie zu gründen. Dazu betrieb er zwei Kanäle in einem Messengerdienst, wie die Bundesanwaltschaft ausführte. Diese hätten sich vor allem an junge Rumänen gerichtet. P. habe Abonnenten und Mitglieder dazu aufgefordert, Straftaten zu begehen.

Dabei ging es den Angaben zufolge unter anderem um das Töten von Menschen und um Brandanschläge auf Gebäude, die von Migranten oder queeren Menschen genutzt werden. Er habe auch dazu aufgefordert, junge Mädchen zur Selbstverletzung zu verleiten.

Auf den Kanälen soll er außerdem Anleitungen zur Herstellung von Gift und Sprengstoffen sowie zum Bau von Molotowcocktails und Autobomben veröffentlicht haben. Im Tatzeitraum sei P. teils noch Heranwachsender gewesen, also unter 21 Jahren alt, erklärte die Bundesanwaltschaft.

Festgenommen wurde er von Polizeikräften aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg im Enzkreis. Laut SWR-Informationen fand die Festnahme in der 8000-Einwohner-Stadt Knittlingen statt. Noch am Montag sollte er dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe zur Entscheidung über die Untersuchungshaft vorgeführt werden.

Vorgeworfen wird P. der Versuch, als Rädelsführer eine ausländische terroristische Vereinigung zu gründen. Hinzu kommt die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.