Gen-Z-Proteste im Südwesten
: Fast 15.000 bei Jugendprotesten im Land – wie reagiert Innenminister Hagel?

Neun verletzte Polizisten, mehrere Festnahmen und Dutzende Platzverweise: Die Bilanz der Demos fällt nicht nur friedlich aus. Was Innenminister Manuel Hagel den Demonstrierenden mit auf den Weg gibt.
Von
dpa
Stuttgart

Ein Demonstrant wird von Polizisten aus einer Gruppe weggeführt. Die Initiative „Gen Z regelt“ hatte für den 31. Oktober zu Protesten in rund 30 Städten aufgerufen.

Bernd Weißbrod/dpa
  • Fast 15.000 nahmen an „Gen Z regelt“-Protesten in 11 Städten in Baden-Württemberg teil.
  • Neun Polizisten wurden verletzt, es gab sieben Fest- oder Gewahrsamnahmen.
  • Die Polizei leitete Strafverfahren im mittleren zweistelligen Bereich ein.
  • Vorwürfe: Körperverletzung, Sachbeschädigung, Verstöße gegen Sprengstoff- und Versammlungsgesetz.
  • Innenminister Hagel: Mehrheit friedlich – Teilnahme an Politik und Engagement vor Ort empfohlen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Bei den Jugendprotesten in Baden-Württemberg sind nach Auskunft des Innenministeriums neun Polizisten verletzt worden. Bislang seien Strafverfahren im mittleren zweistelligen Bereich eingeleitet worden; die Zahlen seien aber noch nicht abschließend. „Darunter waren Delikte der Körperverletzung, der Sachbeschädigung, Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz sowie das Versammlungsgesetz“, hieß es weiter. Die Polizei habe sieben Menschen festgenommen oder in Gewahrsam genommen und 75 Platzverweise ausgesprochen, teilte das Ministerium weiter mit.

An elf Versammlungen im Südwesten unter dem bundesweiten Aufruf der Initiative „Gen Z regelt“ hätten insgesamt fast 15.000 Menschen teilgenommen, darunter in Stuttgart und Freiburg rund 400 aus der linksextremistischen Szene. Die Polizei sei mit 1.490 Beamtinnen und Beamten im Einsatz gewesen.

„Gewalttätig wurde, nach allem, was wir wissen, nur ein kleiner Teil“, erklärte Innenminister Manuel Hagel. Die ganz überwiegende Mehrheit habe sich friedlich verhalten. Diese rief der CDU-Politiker auf, politische Veranstaltungen zu besuchen und sich über Demos hinaus etwa in Rathäusern, Parteien oder Vereinen zu engagieren und mitzureden. „Die vielen Friedlichen bekommen von uns Antworten auf ihre Fragen“, sagte Hagel. „Die wenigen Gewalttäter bekommen die Konsequenzen unseres Rechtsstaats zu spüren.“