Frau vergisst Kind im Auto
: 20 Monate altes Mädchen stirbt – Ermittlungen gegen Mutter

Ein knapp zweijähriges Mädchen ist am Mittwochnachmittag in einem geparkten Auto ums Leben gekommen. Die Mutter soll das Kind mehrere Stunden im Fahrzeug vergessen haben. Jetzt wird gegen sie ermittelt.
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dpa/swp
Schorndorf
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Nach dem Fund von leblosem Kind in Auto: 18.06.2026, Baden-Württemberg, Schorndorf: Eine Frau legt Blumen nieder, nachdem ein lebloses Kind in einem Auto gefunden wurde, Foto: Jason Tschepljakow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der tragische Tod eines Kindes schockiert viele Menschen: Eine Frau legt in Schorndorf Blumen nieder.

Jason Tschepljakow/dpa
  • In Schorndorf wurde ein lebloses Kind in einem Auto gefunden – es konnte nicht reanimiert werden.
  • Die Polizei nannte zunächst weder Alter noch Geschlecht des Kindes.
  • Unklar blieb, ob Hitze, eine andere Ursache oder ein Verbrechen eine Rolle spielte.
  • Wo die Eltern waren und ob weitere Kinder im Auto waren, ist offen.
  • Weitere Informationen will die Polizei am Donnerstag bekanntgeben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein tragischer Vorfall erschüttert Schorndorf im Rems-Murr-Kreis: Ein etwa 20 Monate altes Mädchen ist am Mittwochnachmittag (17.6.) in einem Auto verstorben, nachdem es dort offenbar über mehrere Stunden zurückgelassen worden war. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurden die Einsatzkräfte gegen 14.50 Uhr in die Richard-Kapphan-Straße alarmiert.

Mädchen stirbt noch vor Ort

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll die 44-jährige Mutter ihre Tochter im Auto vergessen haben. Erst mehrere Stunden später habe sie das Kind wieder im Fahrzeug aufgefunden und die Rettungskräfte verständigt. Ein Notarzt sowie der Rettungsdienst leiteten umgehend Reanimationsmaßnahmen ein. Trotz aller Bemühungen konnte das Leben des Mädchens nicht mehr gerettet werden. Es verstarb noch vor Ort.

Die Kriminalpolizei Waiblingen und die Staatsanwaltschaft Stuttgart haben die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Todesfalls aufgenommen. Inzwischen wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Der Vorwurf richte sich nur gegen die 44 Jahre alte Mutter des einjährigen Mädchens, sagte eine Sprecherin der Behörde in Stuttgart am Donnerstag. Eine Obduktion soll nun weitere Erkenntnisse liefern. Sie soll noch am Donnerstag oder am Freitag stattfinden.

Zu klären sein wird unter anderem, inwiefern die Hitze eine Rolle gespielt haben könnte oder ob eventuell andere gesundheitliche Gründe zum Tod des Mädchens geführt haben könnten. Unklar war zunächst darüber hinaus, welche Umstände nach Angaben der Frau dazu geführt haben sollen, dass sie ihr Kind im Auto über so lange Zeit vergaß. Das sei Teil der Vernehmungen, sagte der Polizeisprecher am Abend.

„Die Mutter befindet sich natürlich in einem emotionalen Ausnahmezustand“, sagte Robert Silbe, vom Polizeipräsidium Aalen auf Nachfrage der „Stuttgarter Zeitung“. Ob die Frau schon zu den Umständen vernommen wurde, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Das werde aber in jedem Fall noch geschehen. Es werde auch „in Richtung Straffähigkeit der Mutter ermittelt“, so Silbe.

Am Mittwochmittag war der die Richard-Kapphan-Straße im Norden von Schorndorf, wo das Auto gestanden hatte, für mehrere Stunden gesperrt. In der Nähe des Fundorts des toten Kindes befinden sich eine Kletterhalle des DAV, ein Kinderhaus sowie mehrere Sportplätze.

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„Hätte ich irgendetwas tun können?“

Am Tag nach dem tragischen Tod des Kleinkindes ist bereits eine Gedenkstätte am Ort des Geschehens eingerichtet. Für die Parkplatzreihe am Gedenkort wurde ein Parkverbotschild aufgestellt. Auch ein Brief liegt bei den Kerzen. Darin steht: „In tiefer Betroffenheit von einer Mama, die jeden Tag hier vorbeiläuft.“ Darin schreibt sie: „Über allem liegt ein tiefer, dunkler Schatten. Ich laufe sonst jeden einzelnen Tag an diesem Sportplatz vorbei. Was wäre gewesen, wenn ich wie sonst dort langgelaufen wäre? Vielleicht hätte ich dich gesehen. Vielleicht hätte ich dich gehört? Hätte ich irgendetwas tun können?