Der Tübinger OB Boris Palmer ist genervt von den illegalen Graffitis in seiner Stadt. Mit mehreren Maßnahmen sagt er den Sprayern den Kampf an. Wer Hinweise liefert, die zu einer Verurteilung führen, erhält eine hohe Belohnung.
Tübingens OB Boris Palmer fragt sich, was die Sprayer mit ihren Botschaften sagen wollen – und kann über die illegalen Graffitis nur den Kopf schütteln.
Horst Haas
Über viele Jahre habe Tübingen versucht, die besprühten Wände einfach zu ignorieren. Die Sprayer sollten nicht die Aufmerksamkeit geschenkt bekommen, die sie mit ihren Werken erzeugen wollen.
Horst Haas
„Die Sprayer zu ignorieren, hat uns nicht davor bewahrt, dass es mehr wurde“, klagt Palmer. Ein regelrechter Wettbewerb sei unter den Graffiti-Sprayern entstanden. „Die haben sich angestachelt, es gab immer mehr Nachahmer“, sagt Palmer.
Horst Haas
5000 Euro Belohnung gibt es von der Stadt Tübingen für Hinweise, die zur Verurteilung von illegalen Sprayern führen. Beim speziellen Fall in der Platanenallee, wo ein bislang Unbekannter rund 40 Bäume besprüht hat, erhöhte ein Tübinger die Belohnung gar auf 10 000 Euro.
Facebook-Profil Boris Palmer
Mit sogenannter Stammschutzfarbe wurden die besprühten Platanen inzwischen wieder überstrichen. „Welche Schäden die Graffitifarbe an den Bäumen verursacht, kann man erst in den kommenden Jahren sagen“, heißt es von der Stadt Tübingen.
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Tübingen hat auch einen Maler engagiert, der sich um das Überstreichen der Graffitis in der Altstadt kümmert.