Kreuzfahrt des Schiffes „Hondius“
: Hantavirus-Quarantäne für Kontaktperson in Baden-Württemberg beendet

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff ist die letzte Quarantäne-Person aus dem Südwesten symptomfrei entlassen. Die Gesundheitsbehörden sehen den Fall nun als abgeschlossen.
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red/dpa
Stuttgart

Für die Gesundheitsbehörden ist der Fall in Baden-Württemberg abgeschlossen. (Archivbild)

Manu Fernandez/AP/dpa
  • Hantavirus-Fall in Baden-Württemberg abgeschlossen: Letzte Kontaktperson aus Quarantäne.
  • Die Person blieb symptomfrei und verließ die Isolation gesund, so Gesundheitsminister Hildenbrand.
  • Ausbruch auf der „Hondius“ mit Andesvirus: mehrere Infektionen, drei Todesfälle.
  • WHO empfahl Überwachung bis 21. Juni – Risiko für breite Bevölkerung als gering bewertet.
  • Infizierte auf dem Weg der Genesung, teils bereits aus Krankenhäusern entlassen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach wochenlanger Isolation wegen eines Ausbruchs des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff ist für eine noch in Quarantäne verbliebene Kontaktperson der Ausnahmezustand beendet. Die Person sei während des gesamten Beobachtungszeitraums symptomfrei gewesen und habe gesund die Quarantäne verlassen, sagte Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) in Stuttgart. 

Aus Sicht des Gesundheitsdienstes könne der Fall in Baden-Württemberg als abgeschlossen bewertet werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte eine Überwachung der Menschen vom Schiff bis zum 21. Juni empfohlen.

Seltene Ansteckungen von Mensch zu Mensch

Auf einer in Argentinien begonnenen Kreuzfahrt des Schiffes „Hondius“ der niederländischen Reederei Oceanwide Expeditions hatten sich mehrere Menschen mit dem Hantavirus - konkret mit dem südamerikanischen Andes-Typ des Virus - angesteckt. Drei Menschen starben infolge ihrer Infektion, mehrere weitere steckten sich an und erkrankten.

Das Andesvirus gilt als einziges Hantavirus, bei dem es vereinzelt auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen geben kann. Üblicherweise werden Hantaviren von Nagetieren übertragen, etwa durch Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub.

WHO: Infizierten auf dem Weg der Genesung

Rund 150 Menschen aus 23 Ländern waren demnach auf der „Hondius“. Wegen des Ausbruchs legte das Schiff im Mai an der Insel Teneriffa an, von wo aus die Menschen an Bord unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen in ihre Heimatländer kamen. In mehreren Ländern, darunter Kanada, Frankreich und Spanien, wurden bei Mitreisenden Infektionen mit dem Virus bestätigt.

Nach Angaben der WHO sind die überlebenden Infizierten alle auf dem Weg der Genesung und teils aus den Krankenhäusern entlassen worden. Schon vor Wochen hatte die WHO das Risiko für die breite Bevölkerung als gering bewertet. Wo genau sich die Passagiere der „Hondius“ mit dem Hantavirus angesteckt haben, ist trotz intensiver Suche noch nicht geklärt.

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