Lebensgefährte in U-Haft: Auslieferung nach Schweden? Mann soll 29-Jährige aus Heilbronn getötet haben

Die seit Ende Juli vermisste 29-Jährige aus Heilbronn wurde tot in Schweden aufgefunden (Symbolbild).
Lino Mirgeler/dpa- Schweden beantragt Auslieferung eines 33-Jährigen – Verdacht: Tötung seiner Partnerin.
- Der Deutsche widerspricht der Überstellung. Das OLG Karlsruhe prüft die Zulässigkeit.
- Die 29-Jährige aus Heilbronn war seit Ende Juli vermisst und wurde in Kalmar tot gefunden.
- Es besteht dringender Tatverdacht gegen den Mann. Er sitzt nahe Karlsruhe in U-Haft.
- Bei Zulässigkeit könnte die Generalstaatsanwaltschaft bewilligen, Strafe ggf. in Deutschland.
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Schweden bemüht sich um die Auslieferung eines 33-Jährigen, der seine 29 Jahre alte Freundin im gemeinsamen Urlaub in dem Land getötet haben soll. Der Deutsche habe der Überstellung nach Schweden nicht zugestimmt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe der Deutschen Presse-Agentur mit. „Das Oberlandesgericht Karlsruhe muss daher zunächst über die Zulässigkeit der Auslieferung entscheiden. Die Prüfung betrifft nicht den Tatverdacht, sondern nur die Auslieferungsvoraussetzungen.“ Die seit Ende Juli vermisste 29-Jährige aus Heilbronn wurde tot in Schweden aufgefunden.
Es bestehe der Verdacht, dass ihr Lebensgefährte sie getötet habe, hatten die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium Heilbronn erklärt. Gegen den 33-Jährigen bestehe ein dringender Tatverdacht. Die schwedischen Behörden hatten einen Europäischen Haftbefehl gegen den Mann erlassen und er wurde nahe seinem Wohnort im Landkreis Karlsruhe festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Nähere Angaben zum Hintergrund der Tat machte die Polizei in Heilbronn nicht.
Sollte die Auslieferung zulässig sein, könnte sie von der Generalstaatsanwaltschaft bewilligt werden. In der Folge würde der Verfolgte an die schwedischen Strafverfolgungsbehörden überstellt, teilte der Behördensprecher in Karlsruhe weiter mit. Da der Mann Deutscher ist, könnte er im Falle einer Verurteilung die Strafe in Deutschland verbüßen.
Mutter meldete Tochter als vermisst
Die Frau war nach Angaben der Ermittler im Juli mit ihrem Lebensgefährten im Urlaub in der schwedischen Region Kalmar. Nachdem ihre Mutter sie als vermisst gemeldet hatte, wurden die schwedischen Behörden eingeschaltet.
Anfang August sei dann in Kalmar eine Frauenleiche gefunden worden. Es hätten sich Anhaltspunkte ergeben, dass sie gewaltsam getötet wurde - weshalb die schwedische Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eröffnete.
