Nach Vorwürfen gegen OB Palmer
: Grüne Jugend Tübingen: „Wir sind von den Vorwürfen schockiert“

Nachdem eine ehemalige Stadträtin Vorwürfe gegen den Tübinger OB Boris Palmer erhoben hat, veröffentlicht die Grüne Jugend Tübingen eine Stellungnahme.
Von
Moritz Siebert
Tübingen
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Die Grüne Jugend bezieht Position zu den Vorwürfen gegen den TÜbinger OB Boris Palmer.

„Vollkommen inakzeptabel“: Die Grüne Jugend Tübingen veröffentlicht ein Statement zu den Vorwürfen gegen den Tübinger OB Boris Palmer.

Christoph Schmidt/dpa / Heiko Rebsch/dpa
  • Grüne Jugend Tübingen zeigt sich nach Vorwürfen gegen OB Boris Palmer schockiert.
  • Sie solidarisiert sich mit der Ex-Stadträtin und nennt das geschilderte Verhalten inakzeptabel.
  • Sprecher fordern Konsequenzen: Bei Bestätigung der Vorwürfe sei Palmer für ein Amt disqualifiziert.
  • Hinweis auf Ausmaß sexualisierter Gewalt – Solidarität mit Betroffenen müsse Konsens sein.
  • Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen, Palmer lässt Berateramt ruhen; Unschuldsvermutung gilt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Grüne Jugend Tübingen bekundet in einer Pressemitteilung vom Freitag (6. November) ihre Solidarität mit der ehemaligen Stadträtin, die Vorwürfe gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer erhoben hat. „Wir sind von den beschriebenen Vorwürfen schockiert“, heißt es in der Mitteilung. „Dass Boris Palmer mutmaßlich seine aus jahrelanger gemeinsamer Gremienarbeit erwachsene Machtposition gegenüber einer Person aus diesem politischen Arbeitsumfeld ausgenutzt hat, ist vollkommen inakzeptabel“, so Valerie Fischer, Sprecherin der Grünen Jugend Tübingen. Co-Sprecher Richard Langer ergänzt: „Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, disqualifiziert sich Boris Palmer spätestens damit für ein politisches Amt.“

Weiter schreibt die Grüne Jugend in ihrem Statement: „In Deutschland wird alle zehn Minuten ein sexueller Übergriff gegen eine Frau verübt. Es kann nicht sein, dass unter dem Vorwand der juristischen Unschuldsvermutung kaum einer betroffenen Person geglaubt wird, erst Recht, sobald ein mutmaßlicher Täter eine gewisse Bekanntheit hat. Solidarität mit Opfern von sexualisierter Gewalt muss eigentlich gesellschaftlicher Konsens sein.“

Am Montag hatte die frühere Stadträtin auf ihrem Instagram-Kanal über ein angebliches Verhältnis zu Boris Palmer berichtet und ihm „sexuelle Übergriffigkeit“ und „emotionalen Missbrauch“ vorgeworfen. Die Vorwürfe weist er als haltlos zurück. Die Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen Boris Palmer, nachdem eine andere Person Anzeige gegen ihn erstattet hat. Es gilt die Unschuldsvermutung. Palmer gab am Dienstag bekannt, er werde sein Amt als unabhängiger Berater für Staatsmodernisierung bei der Landesregierung ruhen lassen.

Am Donnerstagabend meldete sich die ehemalige Stadträtin, die Vorwürfe gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer erhoben hat, auf ihrem Instagram-Kanal zu Wort. Ihr gehe es vergleichsweise gut und sie sei an einem sicheren Ort, heißt es.