Pflegeheim im Kreis Karlsruhe
: Große Suchaktion mit Hubschrauber – Senior liegt in verschlossener Toilette

Kurios und lebensgefährlich: In einem Pflegeheim in Oberderdingen wird ein 71-Jähriger vermisst. Nach Stunden wird er auf einer Toilette entdeckt.
Von
Michael Bosch
Oberderding
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Pflegeheim: ARCHIV - 03.04.2025, Sachsen, Dresden: Ein Rollstuhl steht in einem Altenheim vor einem Zimmer. (zu dpa: «Mehr Pflegebedürftige brauchen Hilfe vom Sozialamt») Foto: Sebastian Kahnert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In einem Pflegeheim im Kreis Karlsruhe ist ein 71-Jähriger vermisst worden (Symbolbild).

Sebastian Kahnert/dpa
  • In Oberderdingen suchte die Polizei stundenlang nach einem 71-Jährigen aus einem Pflegeheim.
  • Ein Hubschrauber war im Einsatz – der Senior befand sich die ganze Zeit in der Einrichtung.
  • Er lag reglos in einer verschlossenen Toilette und kam offenbar in kritischem Zustand ins Krankenhaus.
  • Externe Pflegerinnen fanden ihn, nicht das Heimpersonal; die Toilette war zuvor nur akustisch geprüft.
  • Die Heimaufsicht sprach von einem „konkreten Versäumnis“ und ordnete Schulungen an; es gab Konsequenzen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Stundenlang hat die Polizei in Oberderdingen (Kreis Karlsruhe) nach einem 71-Jährigen gesucht, der in einem Pflegeheim als vermisst gemeldet wurde. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Letztlich stellte sich heraus, dass sich der Senior die ganze Zeit in der Einrichtung befand, in der er zu Hause ist. Der Diabetiker, der auf Medikamente angewiesen ist, lag reglos in einer Toilette. Diese war verschlossen.

Der Fall ereignete sich bereits Mitte Oktober. Zuerst hatten die „Badischen Neuesten Nachrichten“ darüber berichtet. Kurios: Gefunden wurde der vermisste 71-Jährige demnach von Pflegerinnen, die selbst gar nicht in der Einrichtung beschäftigt sind, in der der 71-Jährige nun wohnt. Offenbar war der Gesundheitszustand des Seniors bereits kritisch, er kam ins Krankenhaus.

Personelle Konsequenzen nach Vorfall

Laut Heimaufsicht des Landratsamtes Karlsruhe hatte eine Beschäftigte des Pflegeheims die abgeschlossene Toilette zwar kontrolliert. Sie hatte der Heimaufsicht gegenüber angegeben, eine Frauenstimme gehört und sich anschließend nicht persönlich davon überzeugt zu haben. Sie sei davon ausgegangen, dass sich der Gesuchte nicht in der Toilette aufhielt.

Die Behörde werte das Verhalten der Mitarbeitenden als „konkretes Versäumnis“, heißt es in dem Bericht. Der Heimträger habe auch bereits personelle Konsequenzen gezogen. Der Träger der Einrichtung sei von der Heimaufsicht angewiesen worden, das Personal zu schulen, um solche Vorfälle künftig zu verhindern.