Tier in Reutlingen durchbohrt: „Einfach nur gestört“ – Unbekannter schießt mit Armbrust auf Taube

Tauben haben bei vielen Menschen nicht den besten Ruf.
Lando Hass/dpa- In Reutlingen wird ein besonders grausamer Fall von Tierquälerei bekannt.
- Eine Taube flog tagelang mit einem Armbrustpfeil im Körper durch die Stadt.
- Tierschützer suchten sie am Bahnhof, erste Fangversuche scheiterten – später gelang die Sicherung.
- In der Tierklinik konnte der Vogel nicht gerettet werden, er wurde erlöst.
- Der Tierschutzverein erstattet Anzeige, Hinweise auf den Täter fehlen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Taube sitzt in der Nähe des Reutlinger Bahnhofs unter einem Auto. Quer durch ihren Körper steckt etwas, das wie ein Kugelschreiber aussieht. Als Menschen sich nähern, flattert das schwer verletzte Tier davon. Es kann trotz allem noch fliegen. Das Tierheim Reutlingen hat jetzt einen besonders grausamen Fall von Tierquälerei öffentlich gemacht. Bereits in der vergangenen Woche habe es Hinweise auf die verletzte Taube gegeben, erzählt die Tierheim-Sprecherin Heidi Renner.
Am Freitag vor einer Woche habe es dann geheißen, das Tier sei am Bahnhof gesichtet worden. Eine Mitarbeiterin sei daraufhin mit Keschern ausgerückt. Doch ein erster Einfangversuch scheiterte. Erst am Tag darauf konnte eine Tierfreundin den offenbar geschwächten Vogel sichern und in eine Tierklinik bringen. Allerdings konnte man die Taube dort nicht retten. „Wir haben sie erlösen müssen“, sagt Renner.
Inzwischen ist klar: Es war kein Kugelschreiber, der die Taube durchbohrt hat, sondern der Pfeil von einer Armbrust. Offenbar habe jemand Jagd auf das Wildtier gemacht, sagt Renner – ob aus Spaß an der Waffe oder Hass auf die Tiere, lasse sich bisher nicht sagen. Die Tierschützer gehen davon aus, dass die Taube mehrere Tage mit dem Pfeil im Körper gelebt hat. Gefunden habe man sie nur, weil sie noch fliegen konnte. „Wie viele Tauben sind auf diese Weise im Verborgenen verendet?“
Dass Tauben teils als Plage gelten, wissen die Tierschützer. Doch solche Aktionen trügen nicht dazu bei, die Population zu verringern. Dazu gebe es bessere Methoden wie beispielsweise den Austausch von Gelegen.
Der Tierschutzverein werde Anzeige erstatten. Aber bisher fehle es an Hinweisen auf den Täter. Für Renner steht fest: „So etwas ist doch einfach nur gestört. Man fragt sich, was mit der Menschheit eigentlich los ist.“

