Unwetter in Baden-Württemberg: Karte zeigt, wo Hagel und Gewitter drohen

Unwetter in Baden-Württemberg drohen.
Andreas Rosar/dpaIn Baden-Württemberg drohen am Dienstag schwere Gewitter. Der Deutsche Wetterdienst warnt örtlich vor extrem heftigem Starkregen, Hagel und orkanartigen Böen. Zuvor wird es mit bis zu 38 Grad noch einmal schwülheiß. Die Wetterkarte zeigt die betroffenen Regionen:
Die Unwettergefahr in Baden-Württemberg nimmt am Dienstag, 4. August, deutlich zu. Unter nachlassendem Hochdruckeinfluss strömt feuchte Luft mediterranen Ursprungs nach Süddeutschland. Dadurch wird die Atmosphäre im Tagesverlauf zunehmend instabil.
Zunächst scheint über weite Strecken die Sonne. Zeitweise ziehen dichtere Schleierwolken durch. Am Nachmittag und Abend verdichtet sich die Bewölkung jedoch von Südwesten her, gleichzeitig steigt die Gewitteraktivität.
Gewitter ziehen von Südwesten nach Nordosten
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes entstehen ab dem Nachmittag vielerorts Gewitter, die sich von Südwesten nach Nordosten ausbreiten. Dabei drohen örtlich heftiger Starkregen mit 20 bis 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit, Hagel mit einer Korngröße von etwa zwei Zentimetern und Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde.
Vereinzelt können die Unwetter noch deutlich heftiger ausfallen. Der Wetterdienst hält extremen Starkregen mit bis zu 60 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit für möglich. Zudem drohen Hagelkörner mit einem Durchmesser von rund drei Zentimetern sowie orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde.
Welche Städte und Gemeinden von den stärksten Gewittern getroffen werden, lässt sich erst kurzfristig genauer vorhersagen. Grundsätzlich besteht die Unwettergefahr am Nachmittag und Abend in weiten Teilen Baden-Württembergs.
Bis zu 38 Grad und extreme Wärmebelastung
Vor den Gewittern wird es noch einmal sehr heiß. Im höheren Schwarzwald werden Höchstwerte um 30 Grad erwartet. Im Raum Bad Mergentheim können die Temperaturen bis auf 38 Grad steigen.
Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit einer starken, gebietsweise sogar extremen Wärmebelastung. Die feuchte Luft sorgt zusätzlich dafür, dass sich die Hitze besonders schwül und belastend anfühlt.
Abseits der Gewitter weht ein schwacher bis mäßiger Westwind, der in Böen auffrischen kann. In der Nähe kräftiger Gewitterzellen sind dagegen innerhalb kurzer Zeit schwere Sturm- oder orkanartige Böen möglich.
Unwettergefahr lässt in der Nacht nach
In der Nacht zum Mittwoch ziehen die Schauer und Gewitter weiter nach Norden. Die Gefahr schwerer Unwetter nimmt dabei allmählich ab. Von Süden her lockert die Bewölkung häufiger auf, in der zweiten Nachthälfte bleibt es vielerorts trocken.
Die Tiefstwerte liegen zwischen 22 Grad am Rhein und 16 Grad in Oberschwaben. Besonders entlang des Rheins steht damit eine sehr warme Nacht bevor.
Am Mittwoch erneut heftige Gewitter möglich
Auch am Mittwoch bleibt das Wetter unbeständig. Am Vormittag ziehen von Südbaden her einzelne Schauer auf, die teilweise von Gewittern begleitet werden. Am Nachmittag breiten sich die Schauer weiter aus.
Vor allem im Bereich der Schwäbischen Alb und in Oberschwaben können erneut starke und teilweise unwetterartige Gewitter entstehen. Dabei sind ähnlich heftige Begleiterscheinungen wie am Dienstag möglich. Dazu zählen Starkregen, Hagel und Sturmböen.
Mit Höchstwerten zwischen 28 und 35 Grad bleibt es heiß, auch wenn allmählich etwas weniger warme Luft nach Baden-Württemberg strömt.
Süden bleibt länger gewitteranfällig
In der Nacht zum Donnerstag treten vor allem im Südosten zunächst weitere Schauer und Gewitter auf. Diese können noch von stürmischen Böen begleitet werden. Im Nordwesten bleibt es dagegen überwiegend klar und trocken. Die Temperaturen sinken auf 15 bis 20 Grad.
Am Donnerstag zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. In der Nordhälfte wird es meist heiter und trocken. Auf der Schwäbischen Alb und in den südlicheren Landesteilen nimmt die Schauer- und Gewitteraktivität im Tagesverlauf erneut zu.
Die Höchstwerte erreichen 25 bis 31 Grad. Bei Gewittern sind wiederum stürmische Böen möglich.
Ab Freitag überwiegend freundlicher
In der Nacht zum Freitag klingen die Schauer und Gewitter im Süden und Südosten allmählich ab. Im Norden bleibt es gering bewölkt und trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen 11 und 16 Grad.
Am Freitag wird es in weiten Teilen Baden-Württembergs freundlicher. Lediglich im Südosten bleibt es stärker bewölkt, dort sind zeitweise noch Schauer oder Gewitter möglich. Die Temperaturen steigen auf 22 Grad auf der Zollernalb und bis zu 29 Grad am Rhein.
In der Nacht zum Samstag bleibt es überwiegend gering bewölkt. Die Temperaturen sinken auf 9 bis 15 Grad.
