DWD warnt vor Tauwetter und Dauerregen in BW: Erdrutsche und Überflutungen möglich

Im Schwarzwald kommt es zu Dauerregen und Tauwetter.
SOMRERK WITTHAYANANT / shutterstock.comAufgrund anhaltenden Dauerregens, kräftigen Tauwetters und zunehmend stürmischen Winds warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiterhin vor erheblichen Gefahren in Teilen Baden-Württembergs. Besonders im Schwarzwald und im Südschwarzwald kann es zu hohen Abflussmengen, überfluteten Straßen und möglichen Erdrutschen kommen.
Baden-Württemberg liegt aktuell im Einflussbereich von Tief „TAMARA“, das mit einer kräftigen Westströmung feuchtmilde Meeresluft heranführt.
Dauerregen bis Freitagfrüh
Seit Dienstagabend hält der Regen an und soll laut DWD bis Freitagfrüh andauern.
Für mehrere Landkreise in Baden-Württemberg gelten amtliche Warnungen vor Dauerregen – unter anderem für:
In besonders exponierten Lagen sind weiterhin hohe Niederschlagsmengen möglich.
Unwetterwarnung vor starkem Tauwetter ab 1000 Metern
Zusätzlich gilt in höheren Lagen eine Unwetterwarnung vor starkem Tauwetter (Stufe 3 von 4). Oberhalb von 1000 Metern taut die Schneedecke bei positiven Temperaturen und anhaltendem Regen deutlich ab. Die Abflussmengen erreichen zwischen 70 und 90 Litern pro Quadratmeter, im Zusammenspiel mit Dauerregen sind im Südschwarzwald bis zu 120 Liter möglich.
Betroffen sind unter anderem:
Die Unwetterwarnung vor starkem Tauwetter gilt von Dienstag, 10. Februar, 18 Uhr bis Donnerstag, 12. Februar, 12 Uhr.
Laut DWD besteht eine große Gefahr durch:
Der DWD rät, überflutete Abschnitte zu meiden, das Fahrverhalten anzupassen und Behinderungen einzuplanen. Bei drohender oder bestehender Überflutung sollen Keller sofort verlassen werden. Informationen zur aktuellen Hochwasserlage gibt es unter www.hochwasserzentralen.de.
Kräftiger Wind bis hin zu schweren Sturmböen
Neben Regen und Tauwetter verschärft sich die Lage durch starken Wind.
Am Mittwoch nimmt der Wind weiter zu, der Höhepunkt wird am Nachmittag erwartet. Verbreitet sind starke bis stürmische Böen um 60 km/h aus Südwest möglich, oberhalb etwa 600 Metern bis 70 km/h.
In der Nacht zum Donnerstag lässt der Wind vorübergehend nach, zum Ausgang der Nacht sind erneut ähnlich starke Böen möglich. In Hochlagen sind schwere Sturmböen bis hin zu orkanartigen Böen nicht ausgeschlossen.
Für zahlreiche Kreise – darunter Waldshut, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und der Schwarzwald-Baar-Kreis – gelten zusätzlich Warnungen vor Sturmböen und Windböen, teils bis Freitagvormittag.
Wetter heute und in der Nacht
Der Mittwoch verläuft nahezu landesweit bedeckt mit wiederholtem Regen. Im Schwarzwald regnet es anhaltend, in höheren Lagen kommt starkes Tauwetter hinzu.
Die Höchstwerte liegen zwischen 6 Grad im Südschwarzwald und bis zu 13 Grad am südlichen Oberrhein. Der Wind weht mäßig aus Südwest, in Böen stark bis stürmisch, im Bergland und Hochschwarzwald teils mit schweren Sturmböen.
In der Nacht zum Donnerstag zieht der Regen zunächst Richtung Nordosten ab. Danach bleibt es meist trocken, allerdings weiterhin stark bewölkt. Später setzt erneut Regen ein. Die Tiefstwerte liegen zwischen 9 und 2 Grad. Der Westwind bleibt stark böig, im Bergland stürmisch, in Hochlagen mit schweren Sturmböen bis hin zu orkanartigen Böen.
Die Kombination aus Dauerregen, starkem Tauwetter und Sturm hält die Lage insbesondere im Südschwarzwald angespannt. In betroffenen Regionen sollten aktuelle Warnmeldungen aufmerksam verfolgt und mögliche Verkehrsbehinderungen einkalkuliert werden.
