Unwetterwarnung für Baden-Württemberg: Diese Landkreise sind betroffen

In Baden-Württemberg kann es heute zu starken Gewittern kommen (Archivbild)
Julian Stratenschulte/dpaDer Deutsche Wetterdienst warnt am Mittwochmorgen vor schweren Gewittern in Teilen Baden-Württembergs. Besonders betroffen sind der Landkreis Biberach, der Landkreis Reutlingen, der Alb-Donau-Kreis und die Stadt Ulm. Dort drohen heftiger Starkregen, schwere Sturmböen und Hagel. Die Wetterkarte zeigt, wo sich im Verlauf des Tages weitere Gewitter bilden können:
Für die vier Gebiete galt am frühen Morgen eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter. Nach Angaben des Wetterdienstes ziehen die Gewitter von Nordwesten auf. Innerhalb kurzer Zeit können rund 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Zusätzlich werden schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten von etwa 90 Kilometern pro Stunde erwartet. Die Hagelkörner können einen Durchmesser von ungefähr drei Zentimetern erreichen.
Die Unwetterwarnung war zunächst für den Zeitraum von 5.59 bis 6.30 Uhr angesetzt. Daneben bestand bis 7 Uhr eine weitere amtliche Warnung vor starkem Gewitter. Dabei wurden Sturmböen um 70 Kilometer pro Stunde, Starkregen mit etwa 20 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit und Hagel erwartet. Da Gewitter räumlich eng begrenzt auftreten können, sind auch außerhalb der ausdrücklich genannten Kreise kräftige Entwicklungen möglich.
Diese Gebiete sind besonders betroffen
Die höchste aktuelle Warnstufe betrifft:
- Landkreis Biberach
- Landkreis Reutlingen
- Alb-Donau-Kreis
- Stadt Ulm
In weiten Teilen des südlichen und südwestlichen Baden-Württembergs bestehen außerdem Warnungen vor markantem Wetter. Hinzu kommen in mehreren Regionen Hitzewarnungen.
Weitere Landkreise mit Warnungen vor markantem Wetter
Neben den akuten Unwettergebieten sind auf der Karte zahlreiche Kreise orange markiert. Dort bestehen Warnungen vor markantem Wetter, unter anderem durch Gewitter, Starkregen und stürmische Böen.
Betroffen sind nach dem dargestellten Kartenstand:
- Landkreis Rastatt
- Ortenaukreis
- Landkreis Calw
- Landkreis Freudenstadt
- Schwarzwald-Baar-Kreis
- Landkreis Esslingen
- Landkreis Göppingen
- Landkreis Tuttlingen
- Landkreis Sigmaringen
- Landkreis Konstanz
- Bodenseekreis
- Landkreis Ravensburg
Auch in diesen Gebieten sind kräftige Gewitter möglich. Die höchste Warnstufe muss dort derzeit nicht flächendeckend gelten, dennoch können einzelne Gewitterzellen örtlich unwetterartig ausfallen.
Weitere schwere Gewitter im Tagesverlauf möglich
Die Gewitterlage ist nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes mit den Warnungen am frühen Morgen nicht beendet. Zunächst werden nur einzelne Gewitter erwartet. Ab dem Nachmittag soll die Gewitteraktivität jedoch vor allem im Süden Baden-Württembergs deutlich zunehmen und bis in die Nacht zum Donnerstag anhalten.
Lokal sind erneut unwetterartige Entwicklungen möglich. Erwartet werden heftiger Starkregen mit rund 30 Litern pro Quadratmeter, Hagel mit Korngrößen um drei Zentimeter sowie schwere Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde. Vereinzelt können sogar Hagelkörner mit einem Durchmesser von etwa fünf Zentimetern auftreten.
Am Donnerstag lebt die Gewitteraktivität vor allem im Bergland erneut auf. In der Nacht zum Freitag können sich Schauer und Gewitter wieder auf weitere Gebiete ausbreiten.
Bis zu 31 Grad und hohe Wärmebelastung
Abseits der Gewitter wird es am Mittwoch schwülwarm bis heiß. Die Höchstwerte liegen zwischen 24 Grad im Bergland und bis zu 31 Grad im Kraichgau. Unterhalb von 600 Metern besteht besonders im Westen Baden-Württembergs eine starke Wärmebelastung.
Am Donnerstag steigen die Temperaturen weiter. Im Bergland werden bis zu 26 Grad, in der Kurpfalz bis zu 33 Grad erwartet. Im Tagesverlauf können sich vor allem über den Bergen erneut Schauer und einzelne Gewitter bilden.
Wetter bleibt bis zum Wochenende wechselhaft
Am Freitag ist verbreitet mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Temperaturen erreichen 23 Grad in höheren Lagen und bis zu 28 Grad im übrigen Land. Auf den Schwarzwaldgipfeln sind starke bis stürmische Böen möglich.
Auch in der Nacht zum Samstag treten zunächst weitere Schauer und Gewitter auf. Im Laufe des Samstags beruhigt sich das Wetter von Westen her allmählich. Im Bergland und im Südosten können jedoch noch einzelne Gewitter entstehen.
Während eines Gewitters sollten Menschen möglichst geschlossene Gebäude aufsuchen, Abstand zu Bäumen und Gerüsten halten und lose Gegenstände sichern. Unterführungen und überflutete Straßen sollten wegen der Gefahr durch Starkregen nicht befahren werden.
