Unwetterwarnung für Baden-Württemberg: Karte zeigt betroffene Landkreise

Unwetter in Baden-Württemberg - Hagel: 15.07.2026, Baden-Württemberg, Reutlingen: Hagelkörner liegen nach einem Unwetter in einem Container in der Innenstadt. Mitarbeiter der Stadtreinigung haben die Hagelkörner bei Aufräumarbeiten in den Container zum Abtransport geschüttet. Foto: Jennifer Kramer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Jennifer Kramer/dpaFür weite Teile Baden-Württembergs besteht am Mittwoch eine erhöhte Unwettergefahr. Besonders in der Südhälfte drohen schwere Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Südlich der Donau sind vereinzelt sogar Orkanböen möglich.
Warme Luft und ein Tief in der Höhe sorgen über Süddeutschland für eine brisante Wetterlage. Nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes vom 15. Juli 2026 um 10.30 Uhr liegt der Schwerpunkt der Gewitter in der Südhälfte Baden-Württembergs.

Die Warnkarte für Baden-Württemberg.
Deutscher WetterdienstDie Warnkarte zeigt besonders im Süden und Südosten des Landes betroffene Gebiete. Das erhöhte Unwetterrisiko erstreckt sich unter anderem über Regionen am Bodensee, südlich der Schwäbischen Alb und in Richtung Ulm. Für Gebiete südlich der Donau gilt zudem eine Vorabinformation vor möglichen schweren Unwettern.
Starkregen, Hagel und Orkanböen drohen
Zunächst treten nur einzelne Gewitter auf. Ab dem Nachmittag nimmt die Gewitteraktivität deutlich zu. Dabei fallen innerhalb kurzer Zeit örtlich rund 20 Liter Regen pro Quadratmeter. Hinzu kommen stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde und Hagel.

Für die rot markierten Landkreise gilt eine Vorabwarnung.
Deutscher WetterdienstLokal entwickeln sich schwere Unwetter. Dann sind etwa 30 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagelkörner mit einem Durchmesser von rund drei Zentimetern und schwere Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde möglich.
Besonders hoch ist das Risiko südlich der Donau. Dort sind bis in die Nacht zum Donnerstag vereinzelt Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern und Orkanböen bis 120 Kilometer pro Stunde nicht ausgeschlossen.
Durch den Starkregen können Straßen und Unterführungen überflutet werden. Auch vollgelaufene Keller und rasch ansteigende kleinere Gewässer sind möglich. Große Hagelkörner können Fahrzeuge, Dächer und landwirtschaftliche Flächen beschädigen. Bei schweren Sturm- und Orkanböen besteht zudem Gefahr durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste.
Temperaturen steigen auf bis zu 31 Grad
Abseits der Gewitter bleibt es zunächst sommerlich heiß. Die Höchstwerte liegen zwischen 24 Grad im Bergland und bis zu 31 Grad im Kraichgau. Unterhalb von 600 Metern herrscht besonders im Westen eine starke Wärmebelastung.
Der Mittwoch beginnt heiter bis wolkig. Im Tagesverlauf bilden sich zunehmend Schauer und Gewitter. Vor allem im Süden fallen diese teilweise kräftig und unwetterartig aus. Großer Hagel, schwere Sturmböen und einzelne Orkanböen sind möglich.
In der Nacht zum Donnerstag lassen die Niederschläge in vielen Regionen nach. Im äußersten Süden treten jedoch weiterhin Schauer und Gewitter auf. Dort besteht in der zweiten Nachthälfte erneut ein geringes Risiko für schwere Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 19 und 13 Grad.
Gewitterlage hält am Donnerstag und Freitag an
Am Donnerstag scheint zunächst häufig die Sonne. Im Bergland entstehen jedoch erneut Schauer und einzelne Gewitter. In der zweiten Tageshälfte breiten sie sich auch auf andere Regionen aus. Mit Höchstwerten zwischen 26 Grad im Bergland und bis zu 33 Grad in der Kurpfalz bleibt es heiß. In Gewitternähe treten Sturmböen auf.
In der Nacht zum Freitag ziehen von Südwesten wieder mehr Wolken auf. Gebietsweise fällt schauerartiger Regen, teilweise begleitet von Gewittern. Vereinzelt sinken die Temperaturen nicht unter 20 Grad. Auf den Schwarzwaldgipfeln treten starke bis stürmische Böen aus Südwest auf.
Am Freitag ist es stark bewölkt. Wiederholt ziehen Schauer und Gewitter durch das Land. Die Temperaturen erreichen 23 Grad in höheren Lagen und 25 bis 28 Grad im übrigen Baden-Württemberg. Dazu weht ein mäßiger Westwind mit frischen bis starken Böen. Im Schwarzwald und bei Gewittern sind stürmische Böen möglich.
Erst am Samstag entspannt sich die Wetterlage langsam. Im Bergland und im Südosten treten noch einzelne Schauer und Gewitter auf. In den übrigen Regionen bleibt es meist trocken, und die Sonne zeigt sich häufiger. Mit 21 bis 27 Grad ist es etwas weniger warm als an den Vortagen.
