Vorfall an Schule in Karlsruhe
: Erstklässler müssen Kot von Mitschülern aufheben – Beschwerde gegen Lehrer

Kothaufen-Vorfall in Karlsruhe: Wurden Kinder gezwungen, die Hinterlassenschaften eines Mitschülers aufzuklauben? Eine Schule sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert.
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dpa/lsw/mbo
Karlsruhe/Stuttgart
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ARCHIV - SYMBOLBILD - Eine Toilette in Potsdam (Brandenburg), aufgenommen am 24.10.2016. Wenn jemand dringend aufs Klo muss, dann darf man ihn daran nicht hindern. Auch nicht, wenn gerade Schul-Unterricht ist. Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Nachrichten für Kinder+++

Ein „Kothaufen-Vorfall“ beschäftigt eine Grundschule in Karlsruhe.

Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild
  • Grundschule in Karlsruhe im Fokus: umstrittene Reinigung eines verschmutzten WCs.
  • Laut Bericht mussten mehrere Erstklässler Kot eines Mitschülers mit Papier aufnehmen.
  • Das Regierungspräsidium bestätigte den Vorgang und kritisierte die Lehrkraft.
  • Lehrkraft reinigte mit den Jungen gemeinsam – laut RP mit Toilettenpapier.
  • Gegen die Lehrkraft liegt eine Dienstaufsichtsbeschwerde vor, die geprüft wird.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sind Erstklässler dazu verdonnert worden, die Hinterlassenschaften anderer wegzuräumen? Wegen einer umstrittenen Maßnahme ist eine Grundschule in Karlsruhe in den Fokus der Behörden geraten: Mehrere Kinder mussten einem Bericht der „Badischen Neuesten Nachrichten“ zufolge gemeinsam den Kothaufen eines Klassenkameraden in einer Toilette beseitigen, nachdem sich der eigentliche Verursacher auf Nachfrage der Lehrkraft nicht gemeldet hatte. Jeder Junge habe daraufhin mit einem Stück Klopapier ein Stück Stuhlgang aufnehmen und in die Kloschüssel werfen müssen, berichtet das Blatt unter Berufung auf zwei Väter der Grundschulkinder.

Toilette verschmutzt – Grundschüler mussten Kot aufklauben

Das Regierungspräsidium Karlsruhe bestätigte den Vorgang grundsätzlich und äußerte gleichzeitig Kritik am Vorgehen der Lehrkraft. „Nach unserem Kenntnisstand kam es im Zuge des Besuchs einer Grundschulklasse im Waldklassenzimmer zu dem Vorfall, dass beim Verlassen festgestellt wurde, dass eine Toilette verunreinigt wurde. Die begleitende Lehrkraft hat dann zusammen mit den männlichen Schülern unter Zuhilfenahme von Toilettenpapier die Verschmutzung beseitigt“, teilte eine RP-Sprecherin mit. Die Behörde als zuständige Schulaufsicht habe das kritisiert und dies auch gegenüber der Schule deutlich gemacht.

ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Rolle Toilettenpapier liegt am 31.10.2011 auf einer Herrentoilette in Düsseldorf. Zum Welttoilettentag haben zwei Klopapier-Hersteller der Bevölkerung einschlägige Fragen gestellt. Foto: Martin Gerten/dpa (zu dpa «Blick ins Klo: Wer Papier knüllt und mit Merkel aufs WC will» vom 16.11.2012) +++ dpa-Bildfunk +++

Gegen die Lehrkraft gibt es eine Dienstaufsichtsbeschwerde.

dpa

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrkraft

Beim RP sei zudem eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die betroffene Lehrkraft eingegangen. Diese werde nun geprüft, sagte die Behördensprecherin, ohne weitere Details zu nennen. Eine solche Beschwerde kann als unbegründet verworfen werden – oder beispielsweise auch in eine Abmahnung oder einen Verweis münden, sollte eine „dienstliche Pflichtverletzung“ festgestellt werden.