Vorfall in Tübingen
: Polizist bei Demo mutmaßlich angegriffen

Eine Vermummte besprüht in Tübingen während einer Demo eine Hauswand. Ein Polizist will eingreifen - und wird selbst angegriffen.
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red/dpa/lsw
Stuttgart
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Ein Polizist wurde in Tübingen angegriffen (Symbolbild).

dpa/Marijan Murat

Mehrere Unbekannte sollen bei einer nicht angemeldeten Demonstration in Tübingen einen Polizisten tätlich angegriffen haben. Laut Polizei wurde der Beamte an der Schulter verletzt und musste ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt außerdem gegen eine Frau, die einen Gebäudekomplex, in dem sich auch ein Polizeiposten befindet, beschmiert haben soll.

Am Dienstagabend sollen sich rund 100 Menschen - mutmaßlich aus dem linken politischen Spektrum - in der Tübinger Innenstadt versammelt haben und durch die Stadt gezogen sein. Polizisten begleiteten die nicht angemeldete Demonstration. Als die Menge am Polizeiposten vorbeilief, soll eine vermummte Frau eine polizeifeindliche Parole an eine Hausfassade geschmiert haben. Als ein Polizeibeamter sie vorläufig festnehmen wollte, soll er von mehreren anderen Demonstrationsteilnehmern angegriffen worden sein.

Demonstration wegen Offenburger Gerichtsurteil

Anschließend seien die Frau und die Angreifer wieder in der Menge verschwunden, sagte ein Polizeisprecher. Es sei in der Situation nicht möglich gewesen, alle Verdächtigen zu erwischen. Die Demonstranten sollen ihren Weg fortgesetzt, Pyrotechnik gezündet und sich dann schlagartig in verschiedene Richtungen entfernt haben.

Hintergrund der Demonstration war nach Einschätzung der Polizei ein Offenburger Gerichtsurteil sein, bei dem ein Mann nach einem Angriff auf einen Polizeibeamten im Rahmen einer Parteiveranstaltung zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.

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