Wetter in Baden-Württemberg: In diesen Landkreisen gilt eine Hitzewarnung

Trotz der Gewitter bleibt es vielerorts heiß in BW.
Frank Rumpenhorst/dpaDer Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet besonders im Westen und in tieferen Lagen eine starke Wärmebelastung. In mehreren Großstädten verschärft die geringe nächtliche Abkühlung die Situation.
Die Warnungen gelten noch bis Mittwoch, 15. Juli, um 19 Uhr. Es ist bereits der zweite Tag der Warnsituation in Folge. Gleichzeitig steigt im Tagesverlauf vor allem im Süden des Landes die Gefahr kräftiger Gewitter.
Für diese Kreise und Städte gilt die Hitzewarnung
Von der amtlichen Warnung sind folgende Stadt- und Landkreise betroffen:
- Rhein-Neckar-Kreis und Stadt Heidelberg
- Stadt- und Landkreis Heilbronn
- Stadt- und Landkreis Karlsruhe
- Enzkreis und Stadt Pforzheim
- Kreis Ludwigsburg
- Stadt Stuttgart
- Kreis Rastatt
- Stadt Baden-Baden
- Kreis Böblingen
- Kreis Calw
- Kreis Freudenstadt
- Ortenaukreis
- Kreis Rottweil
- Kreis Tübingen
- Kreis Emmendingen
- Kreis Breisgau-Hochschwarzwald und Stadt Freiburg
- Kreis Lörrach
- Kreis Waldshut
- Kreis Konstanz
Die Warnung gilt am Mittwoch in den meisten dieser Gebiete bis zu einer Höhe von 400 Metern. Im Rhein-Neckar-Kreis sowie in Heidelberg, Heilbronn und Ludwigsburg ist die starke Wärmebelastung vor allem in Lagen unterhalb von 200 Metern zu erwarten.
Städte kühlen nachts nur wenig ab
Eine zusätzliche Belastung besteht nach Angaben des DWD vor allem in dicht bebauten Stadtgebieten. Dort speichern Straßen, Gebäude und versiegelte Flächen die Wärme und geben sie während der Nacht nur langsam wieder ab.
Ausdrücklich genannt werden Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart und Freiburg. In diesen Städten ist wegen der verringerten nächtlichen Abkühlung mit einer erhöhten gesundheitlichen Belastung zu rechnen.
Besonders gefährdet sind ältere und pflegebedürftige Menschen, chronisch Kranke, kleine Kinder sowie Personen, die im Freien arbeiten oder körperlich anstrengende Tätigkeiten ausüben.
Bis zu 31 Grad im Kraichgau
Am Mittwoch zeigt sich der Himmel in Baden-Württemberg zunächst heiter bis wolkig. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 24 Grad im Bergland und bis zu 31 Grad im Kraichgau. Besonders im Westen und unterhalb von 600 Metern erwartet der Wetterdienst eine starke Wärmebelastung.
Neben der Hitze wird es zunehmend schwül. Im Tagesverlauf entwickeln sich mehr Schauer, vor allem in der südlichen Landeshälfte auch kräftige Gewitter.
Im Süden drohen schwere Gewitter
Der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit liegt nach der aktuellen Prognose in der Südhälfte Baden-Württembergs. Zunächst treten nur einzelne Gewitter auf, ab dem Nachmittag werden sie voraussichtlich häufiger.
Dabei sind Starkregen mit rund 20 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde und kleiner Hagel möglich. Lokal können sich Unwetter mit etwa 30 Litern Regen pro Quadratmeter, Hagelkörnern um drei Zentimeter und schweren Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde entwickeln.
Südlich der Donau schließt der DWD vereinzelt sogar Hagelkörner mit einem Durchmesser von rund fünf Zentimetern nicht aus. Für den Kreis Tübingen galt am Mittwochmorgen bereits eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel.
Donnerstag wird es noch heißer
In der Nacht zum Donnerstag lassen die Niederschläge überwiegend nach. Im äußersten Süden sind jedoch weiterhin örtliche Schauer oder Gewitter möglich. Die Temperaturen sinken auf 19 bis 13 Grad.
Am Donnerstag scheint neben einigen Wolken häufig die Sonne. Die Höchstwerte steigen auf 26 Grad im Bergland und bis zu 33 Grad in der Kurpfalz. Vor allem im Bergland können sich im Tagesverlauf erneut Schauer und einzelne Gewitter bilden.
In der Nacht zum Freitag nimmt die Gewitteraktivität von Südwesten wieder zu. Am Freitag bleibt es mit Schauern und Gewittern wechselhaft, bevor die Temperaturen am Wochenende etwas zurückgehen.
