Wetter in Baden-Württemberg
: Neue Hitzewelle kündigt sich an

Baden-Württemberg könnte schon bald die nächste Hitzewelle erleben. Das sagen die aktuellen Prognosen.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Niedrigwasser Donau: ARCHIV - 15.07.2026, Bayern, Mariaposching: Ausgetrocknet ist eine Sandbank an der Niedrigwasser führenden Donau. (zu dpa: «Studie: Hitze trocknet Europas Böden immer schneller aus») Foto: Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Es könnte wieder heiß werden im Ländle.

Armin Weigel/dpa

In Baden-Württemberg zeichnet sich für die kommende Woche eine länger anhaltende Hitzephase ab. Nach einem heißen Samstag und einer vorübergehenden Abkühlung zum Wochenbeginn sollen die Temperaturen ab Dienstag wieder deutlich steigen. Zur Wochenmitte sind in weiten Teilen des Landes mehr als 30 Grad möglich. Die Grafik zeigt die Prognose der kommenden Tage:

Die Wetterprognose für BW der nächsten 14 Tage.

Die Wetterprognose für BW der nächsten 14 Tage.

meteoblue ag

Heißer Samstag, danach kurze Abkühlung

Bereits am Samstag werden in Baden-Württemberg Höchstwerte zwischen 32 und 33 Grad erwartet. Am Sonntag ziehen voraussichtlich mehr Wolken auf, örtlich sind auch Schauer oder Gewitter möglich. Die Temperaturen gehen dabei auf rund 27 Grad zurück.

Zu Beginn der neuen Woche bleibt es zunächst etwas kühler. Für Montag liegen die vorhergesagten Höchstwerte zwischen 24 und 26 Grad. Auch am Dienstag fallen die Berechnungen noch unterschiedlich aus: Erwartet werden landesweit etwa 26 bis 31 Grad.

Deutlicher Temperaturanstieg ab Mittwoch

Spätestens ab Mittwoch setzt sich voraussichtlich wieder deutlich heißere Luft durch. Die aktuellen landesweiten Vorhersagen zeigen Höchsttemperaturen zwischen 31 und 34 Grad. Am Donnerstag könnten je nach Berechnung 32 bis 35 Grad erreicht werden.

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Auch am Freitag bleibt es voraussichtlich heiß. Die prognostizierten Höchstwerte liegen zwischen 31 und 34 Grad. Damit könnte sich in Baden-Württemberg zur Wochenmitte eine mehrtägige Phase mit Temperaturen deutlich oberhalb der 30-Grad-Marke entwickeln.

Hitze könnte bis in den August anhalten

Nach dem derzeitigen Stand endet die heiße Wetterlage nicht unbedingt mit dem Monatswechsel. Für das erste Augustwochenende werden weiterhin Höchstwerte von etwa 30 bis 32 Grad vorhergesagt.

Auch in den ersten Tagen der darauffolgenden Woche sind Temperaturen um oder über 30 Grad möglich. Eine der Prognosen rechnet bis zum 5. August mit Höchstwerten zwischen 32 und 34 Grad. Die andere sieht einen etwas moderateren Verlauf mit Werten um 29 bis 30 Grad.

Damit besteht eine realistische Möglichkeit, dass sich die Hitzephase über mehrere Tage hält. Einzelne Schauer oder Gewitter könnten zwar örtlich für Abkühlung sorgen, dürften den grundlegenden Temperaturtrend aber nicht zwingend beenden.

Wann spricht man von einer Hitzewelle?

Eine Hitzewelle ist eine Folge mehrerer aufeinanderfolgender Tage mit einer Belastung durch hohe Temperaturen. Eine international einheitliche Definition des Begriffs gibt es nicht.

Nach einer häufig verwendeten Schwelle des Deutschen Wetterdienstes liegt eine Hitzewelle vor, wenn die Temperatur an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen über 28 Grad steigt. Gemessen an diesem Kriterium könnte die erwartete Wetterlage ab Mitte der kommenden Woche die Voraussetzungen für eine Hitzewelle erfüllen.

Entscheidend ist allerdings nicht nur die Temperatur am Tag. Auch hohe nächtliche Werte können die Belastung verstärken, weil Gebäude und Innenräume dann kaum abkühlen. Für die zweite Hälfte der kommenden Woche werden teilweise Tiefsttemperaturen zwischen 16 und 19 Grad erwartet.

Langfristige Vorhersage bleibt unsicher

Grundlage der Einschätzung sind die aktuellen landesweiten Prognosen von meteoblue und Wetter24. Beide zeigen ab der Wochenmitte einen deutlichen Temperaturanstieg, unterscheiden sich aber bei der Stärke und Dauer der Hitze.

Je weiter die Vorhersage in die Zukunft reicht, desto größer wird die Unsicherheit. Die konkreten Höchstwerte für Ende Juli und Anfang August können sich deshalb noch verändern. Der Trend zu einer heißen Wetterphase ist in beiden Berechnungen jedoch klar erkennbar.