Wetter in Baden-Württemberg
: Wann regnet es endlich richtig?

In Baden-Württemberg ist es vielerorts immer noch sehr trocken. Ändert sich das Wetter bald?
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Erneut Regen und Gewitter über Niedersachsen

Kommt der Regen endlich?

Thomas Banneyer/dpa

Nach dem heißen und vielerorts trockenen Wochenende zeichnet sich für Baden-Württemberg in der neuen Woche ein deutlicher Wetterwechsel ab. Zwar können bereits am Montag einzelne kräftige Gewitter Regen bringen, flächendeckend fällt dieser aber nicht. Die besseren Chancen auf länger anhaltenden und verbreiteteren Niederschlag gibt es nach der aktuellen Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ab Dienstag und vor allem in der Nacht zum Mittwoch sowie am Mittwoch selbst.

Montag: Kräftige Gewitter, aber nicht überall Regen

Der Montag wird zunächst noch einmal sommerlich heiß. Im Süden Deutschlands sind bis zu 33 Grad möglich, die höchsten Temperaturen erwartet der DWD am Oberrhein. Im Tagesverlauf steigt allerdings die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter.

Von der Mitte Deutschlands bis in den Süden können sich örtlich kräftige Gewitter entwickeln. Dabei sind Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Für Baden-Württemberg bedeutet das: Wo ein Gewitter trifft, kann innerhalb kurzer Zeit durchaus viel Regen fallen. Andere Regionen könnten dagegen weitgehend trocken bleiben.

Für eine nachhaltige Entspannung nach trockenen Tagen sind solche Gewitter daher nur bedingt geeignet. Starkregen läuft zudem teilweise oberflächlich ab, anstatt vollständig in trockene Böden einzusickern.

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Ab Dienstag steigt die Chance auf verbreiteten Regen

Interessanter wird die Wetterlage am Dienstag. Von Nordwesten breitet sich ein Regengebiet über Deutschland bis in die mittleren Landesteile aus. Im Südosten bleibt es zunächst noch trockener, später können dort erneut Schauer und teils kräftige Gewitter entstehen.

Im Laufe des Tages beziehungsweise spätestens in der Nacht zum Mittwoch soll der Regen laut DWD auch weiter nach Süden vorankommen. Damit steigen auch in Baden-Württemberg die Chancen, dass nicht nur einzelne Gewitterzellen Niederschlag bringen, sondern größere Gebiete Regen abbekommen.

Auch die längerfristige Modellprognose deutet ab Dienstag auf eine deutlich unbeständigere Phase hin. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit nimmt zu und bleibt auch in den darauffolgenden Tagen erhöht. Solche Prognosen können sich mit mehreren Tagen Vorlauf allerdings noch deutlich verändern.

Mittwoch könnte der nasseste Tag werden

Am deutlichsten formuliert der DWD die Regenaussichten derzeit für Mittwoch. Dann soll es vor allem südlich der Donau regnerisch sein. Am Alpenrand kann der Niederschlag sogar zeitweise kräftiger ausfallen.

Damit wären insbesondere Oberschwaben, die Bodenseeregion und die Gebiete in Richtung Allgäu Kandidaten für länger anhaltenden Regen. Auch in der Nacht zum Donnerstag soll es südlich der Donau zunächst weiter regnen.

Weiter nördlich in Baden-Württemberg ist die Entwicklung weniger eindeutig. Dort können sich im Tagesverlauf häufiger trockene Abschnitte durchsetzen.

Mit der Hitze ist vorerst Schluss

Der Wetterwechsel bringt zugleich einen deutlichen Temperaturrückgang. Nach bis zu 33 Grad am Montag werden für Mittwoch deutschlandweit nur noch etwa 17 bis 22 Grad erwartet. Auch am Donnerstag und Freitag bleiben die Temperaturen mit ungefähr 16 bis 21 Grad auf einem deutlich gemäßigteren Niveau.

Ganz stabil wird das Wetter anschließend voraussichtlich nicht. Für Freitag kündigt der DWD von Westen erneut zunehmende Bewölkung und zeitweiligen Regen an.

Unterm Strich: Wer auf verbreiteten Regen in Baden-Württemberg wartet, sollte vor allem den Zeitraum von Dienstagabend bis Mittwoch im Blick behalten. Am Montag kann es zwar punktuell kräftig schütten, der Niederschlag dürfte aber sehr ungleich verteilt sein. Die besten Aussichten auf länger anhaltenden Regen bestehen derzeit am Mittwoch – besonders im Süden des Landes.