Wetter in Deutschland: Wann regnet es endlich wieder?

Kommt bald der Regen?
Elisa Schu/dpaDie Gewitter der kommenden Tage bringen zwar örtlich große Wassermengen, helfen gegen die Trockenheit aber nur begrenzt. Eine echte Regenphase zeichnet sich zunächst nur im Südosten ab. Dort könnte es ab der Nacht zum Freitag über mehrere Tage hinweg nass werden.
In den kommenden Tagen ziehen immer wieder Schauer und Gewitter über Deutschland. Doch selbst heftiger Starkregen bedeutet nicht automatisch, dass sich die Trockenheit nachhaltig entspannt. Gewitter treffen meist nur kleine Gebiete, während benachbarte Orte nahezu leer ausgehen können. Zudem fließt Wasser bei sehr hohen Niederschlagsmengen häufig oberflächlich ab, statt langsam in ausgetrocknete Böden einzusickern.
Für einen spürbaren Effekt wären verbreitete, länger anhaltende und möglichst mäßige Regenfälle nötig. Genau die sind in weiten Teilen Deutschlands vorerst nicht in Sicht.
Bis Mittwoch vor allem Gewitter statt Landregen
Am Montag und Dienstag bleibt es in Deutschland heiß. Abgesehen vom Norden entwickeln sich zunächst einzelne, teils schwere Gewitter. Am Dienstag nimmt die Schauer- und Gewittertätigkeit vor allem im Westen und Norden sowie über dem Bergland zu.
Dabei kann es örtlich heftig regnen. Ein flächendeckender Regen, von dem größere Regionen profitieren, ist jedoch nicht zu erwarten. Vielmehr bleibt die Verteilung sehr ungleichmäßig: Manche Orte können innerhalb kurzer Zeit große Niederschlagsmengen abbekommen, während es wenige Kilometer entfernt trocken bleibt.
Auch am Mittwoch dominieren Schauer und Gewitter. Der Schwerpunkt verlagert sich dann in den Osten und Südosten. Im Nordwesten wird es kühler, doch auch dort ist zunächst keine länger anhaltende Regenlage angekündigt.
Erster länger anhaltender Regen im Südosten
Eine Änderung zeichnet sich in der Nacht zum Freitag, dem 7. August, ab. Im Südosten Deutschlands wird es stark bewölkt, dort soll teils kräftiger Regen einsetzen. Anfangs kann dieser noch von Gewittern begleitet sein.
Am Freitag selbst könnte der Regen im Südosten anhalten. Anders als bei einzelnen Gewittern handelt es sich damit zumindest regional um eine größere und länger andauernde Niederschlagszone. Sie dürfte vor allem Bayern und möglicherweise angrenzende Gebiete erfassen. Wie weit sich der Regen nach Norden und Westen ausbreitet, bleibt in der vorliegenden Vorhersage noch offen.
Auch am Samstag und Sonntag soll es im Südosten vielfach stark bewölkt bleiben. Dort wird immer wieder schauerartig verstärkter Regen erwartet. Damit besteht in dieser Region die beste Chance, dass die Niederschläge nicht nur punktuell fallen und auch tiefer in die Böden eindringen können.
Mitte Deutschlands bleibt wahrscheinlich trocken
Für die Mitte Deutschlands sieht die Prognose deutlich ungünstiger aus. Am Donnerstag sind dort bereits längere sonnige Abschnitte und kaum Schauer zu erwarten. Am Freitag soll es vielfach heiter bis sonnig und trocken bleiben.
An dieser Wetteraufteilung ändert sich voraussichtlich auch am Wochenende wenig. Während es im Südosten immer wieder regnet und im Nordwesten einzelne Schauer durchziehen, bleibt es in der Mitte häufig freundlich und trocken.
Damit ist dort bis mindestens Sonntag, 9. August, kein flächendeckender Regen in Sicht. Örtliche Gewitter können zwar etwas Wasser bringen, die anhaltende Trockenheit aber nicht überall beenden.
Im Nordwesten nur einzelne Schauer
Im Norden und Nordwesten wird das Wetter ab Donnerstag wechselhafter. Dort treten zeitweise Schauer auf. Auch am Freitag und am Wochenende bleibt es voraussichtlich unbeständig.
Eine ausgeprägte Dauerregenlage wird aber auch für diese Regionen nicht erwartet. Die einzelnen Schauer können lokal helfen, dürften jedoch nicht für eine verbreitete und nachhaltige Durchfeuchtung der Böden ausreichen.
Neue trockene Phase ab Montag möglich
Die Aussichten für die folgende Woche machen wenig Hoffnung auf ergiebigen Regen. Für den Zeitraum von Montag, 10. August, bis Mittwoch, 12. August, deutet sich wieder zunehmend sonnigeres und wärmeres Wetter an.
Damit könnte sich das Regenfenster im Südosten nach dem Wochenende bereits wieder schließen. Für weite Teile Deutschlands lautet die Antwort auf die Frage nach dem nächsten flächendeckenden Regen daher: Ein solcher ist in der aktuellen Vorhersage noch nicht absehbar.
Die besten Chancen auf länger anhaltende Niederschläge bestehen ab der Nacht zum Freitag im Südosten. In der Mitte bleibt es dagegen wahrscheinlich trocken, während im Norden und Nordwesten überwiegend nur einzelne Schauer erwartet werden.
