Angelika Baur geht in den Ruhestand: Nora Marr die neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Böblingen

Nora Marr ist die neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Böblingen.
Stadt Böblingen- Böblingen besetzt die Gleichstellung neu: Nora Marr folgt auf Angelika Baur.
- Baur geht zum 1. September nach über 30 Jahren bei der Stadt in den Ruhestand.
- Sie prägte Prävention gegen Gewalt, initiierte „Dialog“ und Projekte wie Camp Einstein.
- Böblingen erhielt 2009 den Titel „Ort der Vielfalt“, auch dank ihrer Förderarbeit.
- Marr bleibt Behindertenbeauftragte und übernimmt Gleichstellung – Fokus auf ökonomische Unabhängigkeit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach mehr als 30 Jahren bei der Stadt Böblingen verabschiedet sich die Gleichstellungsbeauftragte Angelika Baur zum 1. September in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin steht jetzt fest: Nora Marr. Marr war seit 1. Juni 2025 zu 50 Prozent als Behindertenbeauftragte der Stadt tätig gewesen und übernimmt künftig zusätzlich die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten mit einem Stellenumfang von ebenfalls 50 Prozent. Das berichtet die Stadt Böblingen in einer Pressemitteilung.
Oberbürgermeister Stefan Belz dankt Angelika Baur für ihren Einsatz
„Angelika Baur hat die Gleichstellungsarbeit in Böblingen über drei Jahrzehnte hinweg mit viel Fachkompetenz, Beharrlichkeit und Kreativität geprägt“, wird Böblingens Oberbürgermeister Stefan Belz (Grüne) darin zitiert. „Ihr Engagement für den Schutz von Mädchen und Frauen, für Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe hat unsere Stadt nachhaltig verändert und etliche wichtige Projekte hervorgebracht.“ Er danke ihr für ihren großen Einsatz und wünsche ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.
Angelika Baur hatte seit dem 1. August 1995 für die Stadt Böblingen gearbeitet, zunächst bis 2005 als Frauenbeauftragte, von 2005 bis 2018 dann als Familien- und Gleichstellungsbeauftragte mit Schwerpunkt auf der Gestaltung familienfreundlicher sowie integrativer kommunaler Rahmenbedingungen, sie begleitete auch die Umsetzung des Chancengleichheitsgesetzes. Seit 2019 war Angelika Baur als Gleichstellungsbeauftragte im Amt für Soziales tätig gewesen.

Angelika Bauer geht in den Ruhestand.
Felix RoserGewalt gegen Mädchen und Frauen den Kampf angesagt
Ein zentrales Anliegen war ihr der Schutz von Mädchen und Frauen vor Gewalt sowie die frühzeitige Prävention von diskriminierendem und grenzverletzendem Verhalten, berichtet die Stadt Böblingen. Dabei habe sie bewusst auf die Arbeit mit Mädchen und Jungen gleichermaßen gesetzt, um Respekt, Partnerschaftlichkeit und gegenseitige Wertschätzung zu fördern. Aus diesem Engagement heraus sei im Jahr 2002 das Präventionsprojekt „Dialog“ entstanden, das bis heute an Böblinger Schulen durchgeführt werde.
Darüber hinaus seien zahlreiche weitere Projekte eng mit ihrem Namen verbunden – insbesondere Initiativen zur Förderung von Mädchen und jungen Frauen in den MINT-Fächern, das Camp Einstein, das Musical „Herr der Ringe“ sowie viele weitere Bildungs- und Beteiligungsprojekte. „Unsere Gesellschaft braucht junge Menschen, die wissen, wo ihre Fähigkeiten und Leidenschaften liegen, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern“, lobte OB Belz ihr Engagement in diesem Bereich.
Mit großem Erfolg habe Angelika Baur über die Jahre auch Fördermittel in sechsstelliger Höhe für die Stadt Böblingen und ihre Kooperationspartner eingeworben, so die Stadt. Ein besonderer Meilenstein sei die erfolgreiche Aufnahme Böblingens in das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ gewesen, durch das die Stadt bereits 2009 offiziell den Titel „Ort der Vielfalt“ erhalten habe.
Nora Marr übernimmt das Amt der Gleichstellungsbeauftragten
Am 1. September übergibt Angelika Baur den Staffelstab an ihre Nachfolgerin Nora Marr, die dieses Amt zusätzlich zu ihrer bisherigen Tätigkeit als Behindertenbeauftragte ausüben wird, schreibt die Stadt. Ihr besonderes Anliegen sei die Verbesserung der ökonomischen Situation von Frauen und die Stärkung ihrer finanziellen Unabhängigkeit. Aber auch für Nora Marr blieben aber die Themen Gewaltschutz und Gewaltprävention ein zentraler Schwerpunkt.
Sie sehe in der Verbindung ihrer beiden Aufgabenfelder Potenzial, sagt sie. „Gleichstellung und Inklusion haben viele gemeinsame Berührungspunkte. Ich freue mich darauf, die erfolgreiche Arbeit von Angelika Baur fortzuführen und die vorhandenen Schnittstellen für neue Impulse und Synergieeffekte zu nutzen.“
