„Animal Hoarding“ im Kreis Böblingen
: 115 Katzen in einer kleinen Wohnung entdeckt

Das Böblinger Landratsamt berichtet von einem „Animal-Hoarding“-Fall. 115 Katzen hätten Veterinäre in einer kleinen Wohnung entdeckt. Die Tieren befinden sich jetzt zum großen Teil im Kreistierheim.
Von
red
Stuttgart
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Die Katzen kamen ins Tierheim (Symbolbild).

dpa/Jens Kalaene

Das Veterinäramt ist Anfang des Jahres zu einem außergewöhnlichen Einsatz ausgerückt, berichtet das Landratsamt Böblingen. In einer kleinen Wohnung seien 115 Katzen entdeckt worden. Der größte Teil der Tiere sei im Kreistierheim untergebracht worden, die übrigen Samtpfoten seien auf Tierheime in Baden-Württemberg verteilt worden. Sobald sie tierärztlich behandelt, geimpft, gekennzeichnet und kastriert worden seien, würden die Tiere in artgerechte Zuhause vermittelt.

Immer wieder stoßen Behördenvertreter auf Extremfälle wie diesen, sie werden als „Animal Hoarding“ bezeichnet. Darunter verstehe man ein krankhaftes, geradezu zwanghaftes Sammeln von Tieren, was oft Ausdruck einer psychischen Erkrankung der Tierhalter sei, schreibt das Landratsamt. Laut dem Deutschem Tierschutzbund gab es im Jahr 2023 in Deutschland 115 Fälle mit insgesamt 6691 Tieren. Auch im Landkreis Böblingen nehme die Problematik zu, so das Landratsamt weiter.

Beim „Animal Hoarding“ würden ungewöhnlich viele Tiere auf oft engem Raum gehalten, die Tiere seien häufig in einem schlechten Zustand, regelrecht verwahrlost. Das gelte auch für das Haus oder die Wohnung, in der sie gehalten werden. Die Tierhalter, die angeben, ihre Vierbeiner zu lieben, seien häufig nicht in der Lage, Abhilfe zu schaffen, da es ihnen häufig ebenfalls nicht gut gehe.

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