Auch Opfer im Kreis Böblingen: Polizei verhaftet falsche Telekom-Mitarbeiter in München

Zwei falsche Telekom-Mitarbeiter haben bundesweit ältere Menschen um ihr Geld betrogen. Jetzt hat die Polizei sie auf frischer Tat ertappt.
dpa- Polizei fasste zwei falsche Telekom-Mitarbeiter in München – Festnahme in Ramersdorf-Perlach.
- Die Männer sollen seit Mitte 2025 Senioren bestohlen haben, teils als Stadtwerke getarnt.
- Beute: vor allem Bargeld und Schmuck, laut Polizei im sechsstelligen Gesamtwert.
- Tatorte laut Ermittlern: Baden-Württemberg, München und Mainz, u. a. Sindelfingen, Böblingen, Herrenberg.
- Haftbefehle wegen schweren Bandendiebstahls erlassen; Durchsuchungen in Rheinland-Pfalz brachten Beweise.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat in München zwei Männer im Alter von 37 und 39 Jahren festgenommen. Die beiden sollen bundesweit an einer Vielzahl von Trickdiebstählen beteiligt gewesen sein. Wie die Polizei berichtet, klickten bereits am Mittwoch vergangener Woche im Münchner Stadtteil Ramersdorf-Perlach die Handschellen.
Gemeinsam mit weiteren Tatverdächtigen sollen die Tatverdächtigen seit Mitte 2025 gezielt ältere Menschen bestohlen haben. Dazu gaben sie sich als Mitarbeiter der Telekom aus und täuschten angebliche Störungen der Telefonleitungen vor. In zwei Fällen traten sie mutmaßlich als Stadtwerke-Mitarbeiter auf, die angeblich Überprüfungen in den Wohnungen durchführen mussten. Die Männer sollen sich dabei bewusst seriös gekleidet und vermeintliche technische Geräte mitgeführt haben, um das Vertrauen der Senioren zu erschleichen. Aus den Wohnungen stahlen sie laut Polizei vor allem Bargeld und Schmuck – der Gesamtwert beläuft sich auf etwa einen sechsstelligen Betrag.
Die Tatverdächtigen – ein Kosovare und ein Deutscher – wurden am Mittwoch auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragte daraufhin Haftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls. Einen Tag später wurden die Männer einem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt, der die Haftbefehle erließ und beide in Justizvollzugsanstalten einwies. Wie Polizei weiter mitteilt, stellten die Ermittler bei anschließenden Durchsuchungen in Rheinland-Pfalz Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden.
Den Tatverdächtigen werden derzeit Taten in Baden-Württemberg, München und Mainz zur Last gelegt. Mehrere Fälle ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, darunter in Sindelfingen, Böblingen, Herrenberg. Die Ermittlungen – auch zu möglichen weiteren Taten und Mittätern – dauern an.
