Bahnhof Magstadt: Flüchtlingsheime weichen dem neuen Vorplatz

Die drei Gebäude stehen leer, nach den Sommerferien sollen sie abgebrochen werden – und Platz für Neues machen.
Eibner-PressefotoDer Magstadter Bahnhofsvorplatz wird umgestaltet. Die drei bisher dort befindlichen und seit Ende Juni leer stehenden Flüchtlingswohnheime sollen nach den Sommerferien abgebrochen werden, stattdessen soll ein moderner Park-and-Ride-Parkplatz entstehen.
Ende Juli vergab der Gemeinderat die dazu notwendigen Planungskosten von knapp 100 000 Euro, der Umbau selbst soll im kommenden Jahr erfolgen und wird mit Kosten von rund 800 000 Euro veranschlagt.
Die Umbau erfolgt in einem Schwung
Beauftragt wurde als günstigster Bieter das Bietigheimer Ingenieurbüro Westram. Nach verschiedenen Entwicklungen um das Grundstück mit entsprechenden zeitlichen Auswirkungen und einem Wechsel des Planungsbüros hatte Westram zuvor bereits den Auftrag, den bisherigen Planungsstand sach- und fachlich zu überarbeiten und anzupassen. Das ist erfolgt, der Gemeinderat war einverstanden – und hat das Unternehmen nun auch mit den weiteren Ingenieurleistungen und ingenieurtechnischen Betreuung der Gemeinde bis hin zur konkreten Umsetzung der Umgestaltung beauftragt.
Überlegungen von Ingenieur Axel Westram, den Magstadter Bahnhofsvorplatz in zwei Abschnitten umzubauen, haben sich aufgrund der zurückgegangenen Flüchtlingszahlen erledigt. Weder die Gemeinde noch der Landkreis benötige die drei Wohnheime noch. Der Landkreis konzentriert sich nach dem Auszug der letzten Geflüchteten auch aus Kostengründen auf seine eigenen Liegenschaften. „Auch die Gemeinde benötigt die Wohnheime nicht“, erklärte Bürgermeister Florian Glock im Gemeinderat. Die Kapazitäten für die Aufnahme von rund 30 Geflüchteten im laufenden Jahr seien in Magstadt auch so vorhanden.
Schon länger beabsichtigt die Gemeinde Magstadt die Flächen zwischen S-Bahnhof und Hindenburgstraße neu zu gestalten. Der Bahnhofsvorplatz soll an die Anforderungen eines veränderten Mobilitätsverhaltens angepasst werden, Das bedeutet konkret, dass in zentraler Lage der Raum für Fußgänger geordnet wird, im östlichen Teil ein Bike-and- Ride-Platz angelegt und der westliche Bereich als Park-and-Ride-Platz gestaltet wird.
Keine Extra-Toilette für Busfahrer
Verworfen wurde nicht zuletzt aus Kostengründen dagegen die aus den Reihen des Gemeinderats geäußerte Idee zur Einrichtung einer separaten Toilette für Busfahrer an deren Endstation, da diese im Lokal des gegenüber geplanten Projektes der Böblinger Baugesellschaft die Toilette mitbenutzen dürften.