Bürger dürfen mitplanen
: Autoarme Innenstadt – und was soll sonst noch passieren in Sindelfingen?

Die Verwaltung schlägt Ideen für ein neues Verkehrskonzept in der Innenstadt vor. Aber die Bürgerinnen und Bürger sollen mitdenken. Am 14. April ist Treffpunkt im Foyer des Rathauses.
Von
Carola Stadtmüller
Stuttgart
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Eine der wichtigsten Ideen der Verwaltung: ein Halbring in der Innenstadt.

Stadt Sindelfingen

Wie gelingt es, in Sindelfingen Wohnen, Leben, Arbeiten und Mobilsein für alle besser und attraktiver zu gestalten? Wie können Verkehre besser gelenkt und Plätze aufgewertet werden? Daran arbeitet die Verwaltung seit Jahrzehnten und hat im Gemeinderat jüngst ein Konzept vorgestellt. Jetzt sollen die Bürgerinnen und Bürger mitmachen. Die Bürgerinformationsveranstaltung zum Fahr- und Parkraumkonzept für die Sindelfinger Innenstadt findet am Dienstag, 14. April, um 19 Uhr im Foyer des Rathauses statt.

Es gibt schon Ideen für die autoarme Innenstadt

In der Veranstaltung stellt die Stadtverwaltung einen ersten Entwurf für die zukünftige Verkehrsführung in der Innenstadt vor. Ein solches neues Verkehrskonzept wird schon länger gefordert. Es handelt sich ausdrücklich um einen frühen Planungsstand, über den noch keine Entscheidungen getroffen wurde. Trotzdem sind die Ziele definiert und durchaus greifbar:

  • Reduzierung des Durchgangsverkehrs durch die Innenstadt
  • Besseres Verstehen der Verkehrsführung
  • Bessere Vernetzung und logischere Verknüpfung von Parkmöglichkeiten
  • Verknüpfung Innenstadt – Klostersee
  • Verknüpfung zu Fuß Bahnhof – Innenstadt
  • Anregungen und Ideen der Bürger sollen einfließen

    Sitzen, stehen, gehen, sich bewegen – all das soll in der Innenstadt besser funktionieren und mit mehr Lebensqualität. Zum Bespiel soll ein Halbring die Innenstadt vom Verkehr entlasten. Auf und von der Neckar-/Schleyer Straße, auf der teils bis zu 36 000 Fahrzeuge täglich unterwegs sind, solle es dann drastisch weniger Möglichkeiten zum links Ab- und Einbiegen geben. Links und rechts davon sollen Spangen diesen Halbring ergänzen. Dazu beziehungsweise darüber hinaus werden sogenannte Filter eingeführt, die nur bestimmte Verkehrsteilnehmer durchlassen sollen – etwa Busse oder Radfahrer.

    Die Ziele sind klar: Auch in Zukunft sollen die Bürgerinnen und Bürger gut in die Innenstadt kommen. Aber die Innenstadt soll andauernd durchfahren werden können – dazu sollen an entsprechend passenden Punkten auch Parkplätze sein.

    Die Veranstaltung markiert den Start eines offenen Dialogprozesses, lässt die Verwaltung in der Einladung wissen. Die Stadt freue sich auf Hinweise, Anregungen und eine konstruktive Diskussion. An der Veranstaltung nehmen der Oberbürgermeister Markus Kleemann, die Bürgermeisterin Corinna Clemens sowie Vertreter des beauftragten Ingenieurbüros Modus Consult Gericke teil.

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