Digitaler Elternabend
: Wenn der Bildschirm zum Magneten wird

Familien sind mit Smartphone und Co. oft überfordert. Umso wertvoller ist der digitale Elternabend im Kreis Böblingen.
Kommentar von
Jan-Philipp Schlecht
Stuttgart
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Smartphones haben Eltern und Kinder fest im Griff.

dpa/Robert Michael

Seit dem Siegeszug des Smartphones gilt bei vielen der erste und der letzte Blick des Tages diesem digitalen Dauerbegleiter – das Handy hat viele von uns im Alltag fest im Griff. Kein Wunder also, dass Kinder das Verhalten ihrer Eltern nachahmen. Der digitale Elternabendvon Clemens Beisel, den der Landkreis Eltern nun zur Verfügung stellt, trifft daher (hoffentlich!) auf fruchtbaren Boden.

Das kindliche Gehirn befindet sich noch im Wachstum, die Synapsen verdrahten sich noch viel dynamischer als bei Erwachsenen. Zu viel Bildschirmzeit hemmt Lesefähigkeit, Fantasie und Kreativität. Außerdem führt ständiges Daddeln zur sozialen Vereinsamung und formt nicht zuletzt unsere Körper in eine ungute Richtung. Mediziner kennen längst das Syndrom des „Handynackens“: Zu viel Herabschauen auf das Display schadet der Wirbelsäule. Von Übergewicht und Unsportlichkeit wegen zu viel Bildschirmzeit ganz zu schweigen. Wehret den Anfängen!

Bleibt zu hoffen, dass der digitale Elternabend von vielen angenommen wird. Darin kommt Clemens Beisel nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher – er hält den Eltern gekonnt den Spiegel vor. Außerdem ist das Online-Format pfiffig: Jeder schaut, wann es ihm gerade passt und die Inhalte werden aktuell gehalten.

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