Erinnerungsräume in Böblingen: Damit das Kriegsleid nicht in Vergessenheit gerät

Die speziell gestalteten Erinnerungsräume liegen unterhalb der Friedhofskapelle.
Marinus van AalstDie Erinnerungsräume auf dem Alten Friedhof in Böblingen sind am Ostersonntag, 5. April, zwischen 15 und 17 Uhr wieder geöffnet. Dort präsentiert der Künstler Marinus van Aalst sein Kunstwerk zur Aufarbeitung und Wahrnehmung der Stadtgeschichte im Zweiten Weltkrieg. So tritt die künstlerische Arbeit in den Kellerräumen der Friedhofskapelle in einen Dialog mit den architektonischen Gegebenheiten.
Die Ausstellung thematisiert das Gedenken an die Bombennacht vom 7. auf den 8. Oktober 1943, der 44 Menschen zum Opfer fielen, und erinnert an die Zwangsarbeiter auf dem Flughafengelände, die von 1940 bis 1945 zur Reparatur von Militärflugzeugen eingesetzt wurden. Die Erinnerungsräume sollen einen Beitrag gegen das Vergessen leisten. Der Künstler ist am Ostersonntag anwesend.
Die Erinnerungsräume sind von März bis November an jedem ersten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Auf www.boeblingen.de sind außerdem weitere Sonderöffnungstermine, etwa während der Langen Nacht der Museen Böblingen/Sindelfingen, abrufbar.