Festnahme am Bahnhof Herrenberg
: 42-Jähriger grölt rechtsextreme Parolen in S-Bahn

Ein Mann hat in einer S-Bahn und am Bahnhof Herrenberg rechtsextremistische Parolen gerufen und Fahrgäste sowie Polizisten beleidigt und bedroht.
Von
Eddie Langner
Herrenberg
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Sonnenuntergang im Herrenberg, Herrenberg Hauptbahnhof, SG H2Ku Herrenberg Kuties - SG 09 Kirchhof, Handball, 2.Bundesliga, Frauen, HBF, Saison 2020/2021, 5.Spieltag, 18.10.2020, 

Foto: EIBNER/DROFITSCH

Die Idylle trügt: Am Bahnhof Herrenberg spielten sich in der Nacht auf Mittwoch unschöne Szenen ab.

EIBNER/DROFITSCH

Ein 42-Jähriger hat in der Nacht auf Mittwoch in der S-Bahn der Linie S1 sowie am Bahnhof Herrenberg (Landkreis Böblingen) kurz nach Mitternacht rechtsextremistische Parolen gerufen und dabei Fahrgäste sowie Polizeibeamte beleidigt und bedroht. Wie die Polizei berichtet, alarmierte ein 25-jähriger Fahrgast, der selbst beleidigt und bedroht worden war, den Notruf.

Mehrere Streifenwagen fuhren daraufhin zum Bahnhof Herrenberg, wo die S-Bahn bereits eingetroffen war. Die Einsatzkräfte hörten noch in der Bahnhofsunterführung weitere Parolen und rechtsextremistische Äußerungen des Mannes – darunter „Sieg Heil!“ und „Heil Hitler!“. Bei der anschließenden Kontrolle legten die Beamten dem 42-Jährigen wegen seines aggressiven Verhaltens Handschließen an. Auch während der Kontrolle setzte er seine ausländerfeindlichen Äußerungen fort und bedrohte und beleidigte die Einsatzkräfte unter anderem als „Hurensöhne“.

Bei der Festnahme leistete der Mann Widerstand

Weil er sich gegen die Mitnahme zum Polizeirevier Herrenberg wehrte, kommt zu den übrigen Anzeigen noch eine wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte hinzu. Nachdem die Beamten unter anderem seine Personalien aufgenommen hatten, kam der Mann wieder auf freien Fuß.

Der 42-Jährige muss sich nun unter anderem wegen „der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, Beleidigung und Bedrohung“ verantworten, heißt es im Polizeibericht.