Feuerwehreinsatz am Warmbronner See
: Einsatzleiter verärgert: See mit Pulver aus Feuerlöscher verunreinigt

Die Feuerwehr Leonberg wird am Samstagvormittag zum Warmbronner See gerufen. Noch ist unklar, wer das Wasser verunreinigt hat. Die Polizei ermittelt.
Von
Stefanie Köhler
Stuttgart
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  • Wer hat den Warmbronner See verunreinigt? Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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  • Drei Stunden lang war die Leonberger Feuerwehr im Einsatz, um den Warmbronner See vom Pulver eines Feuerlöschers zu reinigen.

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  • Um eine weitere Ausbreitung des Pulvers zu verhindern, setzte die Feuerwehr mit Druckluft gefüllte Schläuche als Ölsperren ein.

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  • Die Verunreinigung ist für die Lebewesen im See gefährlich.

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  • Noch ist unklar, wer für die Verunreinigung des Warmbronner Sees verantwortlich ist.

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  • Auch ein Rettungsboot der Feuerwehr kam zum Einsatz.

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  • Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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  • Die Feuerwehr war mit drei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften vor Ort. Auch Mitarbeiter des Umweltschutzamtes waren da.

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  • Eine Fachfirma saugte das kontaminierte Wasser ab.

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  • Eine geringe Restmenge des Pulvers konnte nicht entfernt werden, stellt laut dem Umweltamt jedoch keine Gefahr mehr dar, sagt die Feuerwehr.

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  • Die Polizei verpackte den Feuerlöscher in einem blauen Sack. Er kommt zur Spurensicherung auf das Polizeirevier.

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Am langen Pfingstwochenende war die Leonberger Feuerwehr mehrmals im Einsatz. Über einen der Einsätze ärgert sich der Einsatzleiter Marcus Kucher: Unbekannte haben einen Pulverfeuerlöscher in den Warmbronner See abgeblasen. Sprich: Sie haben das Pulver erst ins Wasser entleert und danach auch noch den Feuerlöscher hineingeworfen. Das Löschpulver bedeckte laut der Feuerwehr etwa ein Drittel der Wasseroberfläche. „Die Polizei verständigte uns am Samstagvormittag und wir verständigten das Umweltschutzamt wegen der Gewässerverunreinigung“, erzählt Marcus Kucher.

Gegen 10 Uhr war die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften in den Leonberger Stadtteil in die Lämmlestraße ausgerückt. „Das Pulver ist auf dem See geschwommen“, berichtet Kucher vom Anblick, der sich den Feuerwehrleuten bei ihrer Ankunft bot. Schnell war klar, dass das Pulver raus muss aus dem Wasser. „Für die Lebewesen im See ist es gefährlich.“

Drei Stunden lang war die Feuerwehr am Warmbronner See im Einsatz

Also bliesen die Einsatzkräfte mit Druckluft Schläuche auf, um so auf der Wasseroberfläche das Pulver einzukreisen – vergleichbar mit einer Ölsperre. Damit wollten sie außerdem verhindern, dass sich das Pulver weiter ausbreitet. Hierbei kam auch ein Rettungsboot der Feuerwehr zum Einsatz. Eine Fachfirma saugte das kontaminierte Wasser anschließend ab. Eine geringe Restmenge konnte der Feuerwehr zufolge „leider nicht entfernt werden“. Das stelle laut dem Umweltamt jedoch keine Gefahr mehr dar.

Beim Einsatz am Warmbronner See am Samstagvormittag kam auch ein Rettungsboot der Feuerwehr zum Einsatz.

Foto: SDMG

Der Einsatz dauerte ungefähr drei Stunden. Die Polizei hat den Feuerlöscher sichergestellt und die Ermittlungen aufgenommen. Der Feuerlöscher kommt zur Spurensicherung auf das Polizeirevier.

„Das ist aus Übermut passiert. Oder aus Blödheit.“

Der Feuerwehrmann Marcus Kucher kann nur den Kopf schütteln, wenn er an den Einsatz am Samstagvormittag beziehungsweise den Grund dafür denkt. Normalerweise schwimme Öl in Gewässern. Er könne sich nicht daran erinnern, jemals das Pulver eines Feuerlöschers aus einem See gezogen zu haben.

„Das ist aus Übermut passiert. Oder aus Blödheit“, mutmaßt der Einsatzleiter. Warum auch immer es geschehen ist: Eine solche Aktion wie am Samstag von noch Unbekannten müsse nicht sein und sei deshalb ärgerlich für die Feuerwehr. „Unsere Freizeit geht kaputt. Ein paar müssen büßen, weil andere so etwas machen.“

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