Fußball-WM 2026: WM in den USA: Aber kein Public Viewing beim US-Militär

In diesem Stadion in East Rutherford im US-Bundesstaat New Jersey soll das Finale der Fußball-WM 2026 abgehalten werden.
Sven Hoppe/dpaIn diesem Jahr richten die USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer aus. Start ist am Donnerstag, 11. Juni, in Mexiko-Stadt, Mexiko. Das Finale steigt am Sonntag, 19. Juli, in East Rutherford in den USA. Doch obwohl 78 der insgesamt 104 Spiele der WM in den Vereinigten Staaten ausgetragen werden, will das US-Militär in der Region Stuttgart in seinen Stützpunkten offenbar keine Partien übertragen. Das hat ein Sprecher der US-Army Garnison (USAG) Stuttgart, die die Niederlassungen verwaltet, auf Anfrage mitgeteilt. „Wir haben derzeit keine Pläne, die WM auf den Bases zu promoten“, so der Sprecher.
Anders sah das 2006 beim sogenannten „Sommermärchen“ in Deutschland aus. Damals gab es gefühlt an jeder Ecke einen Ort, um die Spiele der deutschen Elf – und oft auch die der anderen Mannschaften – anzuschauen. Medienberichten von damals ist zu entnehmen, dass selbst die deutschen Soldaten im Auslandseinsatz – damals beispielsweise in Kundus (Afghanistan) – auf Leinwänden die Spiele ihrer Mannschaft verfolgen konnten.
Das Militär der USA hat in der Region fünf Stützpunkte: die Panzerkaserne in Böblingen, die Patch Barracks in Stuttgart-Vaihingen, die Kelley Barracks in Stuttgart-Möhringen, die Robinson Barracks in Bad Cannstatt und das Stuttgart Army Airfield in Filderstadt. Mehr als 20.000 mit dem Militär verbundene Amerikaner leben und arbeiten in der Region.
Ob sich an der Ansage, kein gemeinsames Fußballschauen zu veranstalten, noch etwas ändert, ließ der USAG-Sprecher offen. „Vielleicht ändert sich noch etwas“, fügte er hinzu.
