Gesundheit im Kreis Böblingen: Weniger psychische Störungen - Krankenstand sinkt

Die Erwerbstätigen im Kreis Böblingen waren 2025 weniger häufig krankgeschrieben als noch im Jahr zuvor.
dpa- Im Kreis Böblingen sank 2025 der Krankenstand von fünf auf vier Prozent – unter Landesschnitt.
- Beschäftigte waren im Schnitt 15,6 Tage krankgeschrieben, ein Minus von 9,5 Prozent.
- Barmer: Weniger Fehltage durch psychische Störungen; pro Fall 2025 rund 36 statt 47 Tage.
- Häufige Gründe laut Report: Psyche, Atemwege, Muskel-Skelett sowie Verletzungen und Vergiftungen.
- Basis: Daten von gut 332.000 Versicherten in Baden-Württemberg, auf die Bevölkerung hochgerechnet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Böblinger waren im vergangenen Jahr im Schnitt 15,6 Tage krankgeschrieben. Wie die Barmer Krankenkasse in ihrem Gesundheitsreport zur Arbeitsunfähigkeit 2025 schreibt, ist die Zahl der Krankheitstage im Jahresvergleich um 9,5 Prozent zurückgegangen. Der Krankenstand sinkt im Jahresvergleich von fünf auf vier Prozent und lag damit unter dem baden-württembergischen Durchschnitt von rund fünf Prozent.
Dirk Schmidt, Geschäftsführer der Barmer, sagt: „Der Rückgang resultiert unter anderem aus deutlich weniger Arbeitsunfähigkeitstagen aufgrund von psychischen Störungen. Im letzten Jahr verursachte ein solcher Krankheitsfall ungefähr 36 Fehltage, im Jahr 2024 waren es fast 47.“ Grundsätzlich würden psychische Störungen eher selten zu einer Krankschreibung führen. Doch wenn, dann würden sie lange Fehlzeiten verursachen.
Diese Diagnosen führen besonders häufig zu einer Krankschreibung
Die häufigsten Gründe für eine Krankschreibung lassen sich laut dem Barmer-Gesundheitsreport diesen vier Diagnosekapiteln zuordnen: Psychische und Verhaltensstörungen, Krankheiten des Atmungssystems, Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems sowie Verletzungen und Vergiftungen. Letztgenannte haben im Landkreis Böblingen im Jahr 2025 neun Fälle von Arbeitsunfähigkeit (AU) und 162 AU-Tage je 100 Personen verursacht.
Den Muskel-Skelett-Erkrankungen, zu denen zum Beispiel die Rückenschmerzen zählen, konnten 16 AU-Fälle und 221 AU-Tage zugeordnet werden. Mit 66 AU-Fällen je 100 Erwerbspersonen seien die Atemwegserkrankungen im letzten Jahr der häufigste Grund für eine Krankschreibung gewesen.
Für den Barmer-Gesundheitsreport wurden die Daten von gut 332.000 baden-württembergischen Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 64 Jahren ausgewertet, die im Jahr 2025 bei der Barmer versichert waren. Diese Gruppe umfasst alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Arbeitslosengeld-Empfänger und freiwillig Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld. Die Daten wurden standardisiert und auf die Bevölkerung hochgerechnet.