Grundschule Rutesheim: Der Weg ist frei für mehr Ganztagsbetreuung

Im Hort wird es neben einer Mensa verschiedene Räume für Gruppenarbeit, Spielen, Basteln Hausaufgaben sowie Ruheräume geben.
dpa/Felix KästleEin Jahr ist es her, dass die Stadtverwaltung ihre Pläne für die Erweiterung des Schülerhorts in der Hindenburgstraße präsentierte. Der Vorschlag, für den Neubau das alte Lehrerwohngebäude aus den 1920er-Jahren abzureißen, stieß damals zwar auf Kritik, wurde aber vom Gemeinderat dennoch beschlossen. Jetzt stimmte das Gremium der konkretisierten Entwurfsplanung samt Kostenberechnung zu.
Mit dem gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder muss auch die Stadt Rutesheim für mehr Kapazitäten sorgen, als sie der bestehende Hort an der Außenstelle der Theodor-Heuss-Schule in der Hindenburgstraße bietet. Deswegen hat sich die Stadt für einen Neubau in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Hort, quasi auf der anderen Straßenseite, entschlossen.
Im Erdgeschoss und ersten Stockwerk des künftigen neuen Horts wird es neben einer Mensa verschiedene Räume für Gruppenarbeit, Spielen, Basteln Hausaufgaben sowie Ruheräume geben. Im Dachgeschoss schließlich sind drei Wohnungen geplant. Das Dach selbst soll als schräg geneigtes Pultdach mit Begrünung und PV-Anlage ausgeführt werden. Das gesamte Gebäude wird per Luft-Wärme-Pumpe beheizt. Die Frage von Claudia Berner (Grüne), ob das Gebäude im Erdgeschoss völlig barrierefrei sei und ob es eine behindertengerechte Toilette gebe, wurde von der Verwaltung bejaht.
Straße wird zeitweise gesperrt
Die Kosten für die Errichtung des Schülerhorts werden mit 3,8 Millionen Euro beziffert. Die Stadt geht von einem Landeszuschuss von 70 Prozent für die Baukosten aus. Die drei Wohnungen schlagen mit weiteren 1,78 Millionen Euro zu Buche.
Damit die Grundschulkinder den Schülerhort gefahrlos erreichen können, soll während der Betriebszeiten des Horts die Durchfahrt der Pfarrstraße, die zwischen der Schule und dem neuen Hort verläuft, durch Poller zu beiden Seiten eines Zebrastreifens gesperrt werden. „Das soll nur der Fall sein, wenn es nötig ist“, betonte die Bürgermeisterin Susanne Widmaier im Gemeinderat. Dies sei zu den Hort-Betriebszeiten montags bis freitags von 7 bis 9 Uhr und von 12 bis 17 Uhr der Fall.