Hochwasserschutz in Herrenberg: Neues Rückhaltebecken für 1,5 Millionen Euro wird gebaut

Unterhalb des Kreisverkehrs entsteht das Rückhaltebecken.
Stadt HerrenbergDie Vorkehrungen für den Arten- und den Naturschutz am Erzlochgraben sind mittlerweile abgeschlossen. Damit kann in den kommenden Wochen der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens unterhalb des Kreisverkehrs Nagolderstraße/Zeppelin-straße/Jennerstraße beginnen.
Das Vorhaben ist ein zentraler Bestandteil zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und folgt den Zielen des kommunalen Leitbilds Herrenberg 2035. Dazu zählen vor allem der Ausbau und die Optimierung von Hochwasserschutzmaßnahmen, die Gewässerentwicklung, die Fortsetzung der Renaturierungen und die Gewässerentwicklung auf Basis von Fachplanungen.
Neue Perspektiven für die städtebauliche Entwicklung
Mit dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens wird künftig bei Starkregen ein wesentlicher Beitrag zum Schutz der Kernstadt von Herrenberg geleistet. Große Teile des Stadtgebiets sollen so vor Überflutungen bewahrt werden. Gleichzeitig eröffnet das Projekt neue Perspektiven für die städtebauliche Entwicklung, teilt das Rathaus mit.
Der Bau erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird in den kommenden Wochen mit der Errichtung eines Geröllfangs unterhalb des geplanten Rückhaltebeckens begonnen. Im Anschluss folgen der Bau des Durchlassbauwerks, mit Schieberschachtbauwerk, die Herstellung eines weiteren Geröllfangs oberhalb der Anlage sowie die Errichtung des Dammbauwerks.
Mit diesen Bauabschnitten wird der wesentliche Teil des Bauwerks umgesetzt. Danach folgt die technische Ausstattung der Anlage, darunter die Installation von Pegellatten sowie Messeinrichtung zur Überwachung und Steuerung.
Während der Bauzeit ist durch die Arbeiten mit Verkehrssperrungen zu rechnen. Die Arbeiten erfolgen im Auftrag der Stadt Herrenberg durch die Firma Gfrörer Bau aus Empfingen.
Das Land fördert das Projekt mit mehr als einer halben Million Euro
Die Fertigstellung des Hochwasserrückhaltebeckens ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Die Maßnahme wird vom Land Baden-Württemberg mit rund 538 000 Euro bezuschusst.
Das Hochwasserrückhaltebecken stelle einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an zunehmende Starkregenereignisse dar und stärke langfristig die Sicherheit der Bevölkerung sowie die städtische Infrastruktur, heißt es in der Mitteilung.