Hochwasserschutz in Herrenberg
: Stadt rodet, nimmt aber Rücksicht auf Vögel und Fledermäuse

Für den Bau eines Rückhaltebeckens am Erzlochgraben entfernt die Stadt Herrenberg im Februar Gehölze. Dies geschieht bewusst außerhalb der Vogelbrut- und Fledermaussaison.
Von
Wolfgang Berger
Stuttgart
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In Vorbereitung für den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens am Erzlochgraben stehen Fällarbeiten an.

Stadtverwaltung Herrenberg

Die vorbereitenden Arbeiten zum Bau des geplanten Hochwasserrückhaltebeckens nördlich der Kernstadt Richtung Affstätt und Kuppingen schreiten voran. Das Dammbauwerk schützt künftig die Innerortslage von Herrenberg vor Überflutung, die überwiegend durch den Erzlochgraben verursacht werden könnte. Für den Bau des Rückhaltebeckens sind laut einer Mitteilung der Stadt Herrenberg allerdings Fäll- und Rodungsarbeiten notwendig.

Noch im Februar werden deshalb am Erzlochgraben (Langenbrunnengraben) Gehölze entfernt. Geringfügig wird auch vor dem Einlaufbauwerk am Weidenweg/Im Steingraben gerodet. Das Gesetz lässt Rodungsarbeiten nur bis Ende Februar zu, um die Brut- und Nistzeit von Vögeln nicht zu beeinträchtigen.

Die Fällarbeiten betreffen hauptsächlich Heckenbiotope und Gehölze. Vor bestehenden Verdolungen sollen Geröllfänge eingebaut werden, die im Hochwasserfall Geschwemmsel und Äste auffangen, die ansonsten die Durchlässe und das Dammbauwerk verstopfen könnten. Für Ersatzpflanzungen ist laut der Stadt gesorgt. Spaziergänger werden gebeten, sich auf kurzfristige Einschränkungen durch die Arbeiten einzustellen.

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