Hoffest beim Biolandhof Bodemer in Ehningen
: Alte Traktoren und junge Rinder locken tausende Besucher an

Noch bis Dienstag feiert der Biolandhof Bodemer in Ehningen sich selbst und seine Produkte mit einem großen Hoffest. Das Fest gibt es seit 2014. Aber vier Tage hat es bisher noch nie gedauert.
Von
Julia Theermann
Stuttgart
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  • Hofchef Jochen Bodemer organisiert seit 2014 jährlich das Fest auf dem Biolandhof in Ehningen.

    Eibner-Pressefoto/Florian Wiegand
  • Seit 2014 feiert der Biolandhof Bodemer in Ehningen jährlich zur Erntezeit sein Hoffest. In diesem Jahr konnten die Besucher unter anderem mit Rasentraktoren fahren.

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  • Das Fest dauert in diesem Jahr erstmals vier Tage - also noch bis Dienstag.

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  • Allerhand Kürbisse, Kartoffeln und um die 5000 Liter Apfelsaft stehen zum Verkauf.

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  • Lange Schlangen vor der Essensausgabe. Besonders beliebt sind die Angus-Burger und die Bauernpfanne. Viele der Zutaten stammen direkt vom Hof.

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  • Burgerpatties und Pommes stammen direkt vom Hof.

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  • Bei Burgern und Kuchen machen die Besucher eine Pause.

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  • Auf dem Barfußpfad etwas abseits des Trubels probieren sich die Kleinsten aus.

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  • Vier Schlepper sind für die Felderrundfahrten im Einsatz. „Trotzdem gibt es immer kleine Schlangen“, weiß der Ticketverkäufer. Noch vor ein paar Jahren haben auch Pferde die Planwagen gezogen.

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  • Hofchef Jochen Bodemer ist Biolandwirt aus Überzeugung.

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  • Für viele der kleinen Besucher ist das Füttern der Angusrinder das Highlight des Tages.

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  • Die Kinder können auch Holzdekoration bemalen. Auch eine Filzstation gibt es.

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  • Kürbisse noch und nöcher.

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  • Großen Spaß haben die Kinder auf den Pyramiden aus Strohballen.

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  • Beim Kinderschminken können die Kinder entscheiden, wie sie aussehen wollen.

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  • Mit ein bisschen Farbe wird aus einem Kind schnell eine Katze.

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  • Mitten auf dem Hof können Kürbisse für die kommende Halloween-Zeit geschnitzt werden.

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  • Mitten auf dem Hof können Kürbisse für die kommende Halloween-Zeit geschnitzt werden.

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  • Mitarbeiter des Hofes zeigen, wie sie aus Baumstämmen Brennholz schneiden.

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  • Diese Säge spaltet das Scheitholz.

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Strahlend tuckert ein 38-jähriger Familienvater aus Hildrizhausen mit dem Rasentraktor ins Ziel des mit Strohballen abgesteckten Parcours. Nicht minder begeistert schauen seine drei Kinder, die nacheinander mitfahren dürfen. So wie er werden an diesem Wochenende Hunderte Eltern mit ihren Kindern eine Runde auf dem Aufsitzrasenmäher gedreht haben. Die Firma Dengler hat die Maschinen von ihrer Filiale in Hildrizhausen mit zum Hoffest des Biolandhofs Bodemer in Ehningen gebracht.

Rappelvoll ist es am Sonntagmittag auf den Parkplätzen, die die Hofverwaltung um Chef Jochen Bodemer für das lange Festwochenende ausgewiesen hat. Schon von Weitem blinkt die Sonne von Blech und Scheiben Hunderter Autos auf den Wiesen rund um den Hof. Es ist das erste Mal, dass das seit 2014 ausgerichtete Hoffest nicht nur am Wochenende gefeiert wird, sondern auch noch am Montag und Dienstag. „Wir haben uns gedacht, dass wahrscheinlich am Montag etwas weniger los ist, sodass beispielsweise Großeltern mit ihren Enkeln kommen können“, sagt Bodemer. Der Samstag sei bereits überdurchschnittlich gut besucht gewesen. „Wir waren ganz begeistert“, sagt der Biolandwirt.

Buntes Programm auf dem Hof

Kinderschminken, Teelichtöfen, Apfelsaft-, Kürbis-, Kartoffel- und Fleischverkauf, aber auch reichlich warme Mahlzeiten und kühle Getränke gibt es am langen Wochenende auf dem Hof. Dazu können die Gäste auch ausgiebig in die Ställe reinschnuppern und die Rinder und Schweine streicheln.

Dass viele sich direkt danach den Angus-Burger oder die Bauernpfanne mit dem Fleisch der Tiere vom Hof einverleiben, das passt für Bodemer gut zum Konzept des Hofes. „Es wird oft als selbstverständlich gesehen, dass der Bauer ein Produkt herstellt, aber in Wirklichkeit ist es die Natur, die dafür sorgt, dass die Pflanzen und Tiere gedeihen“, sagt er. Da gehöre es dazu, Dankbarkeit und Respekt zu zeigen. Auf dem Hof liebe man die Natur so sehr, dass man sie und die Auswirkungen der Landwirtschaft auf sie über die Wirtschaftlichkeit des Hofes stelle.

Nicht nur Familien mit Kindern kommen

Überwiegend sind es junge Familien, die an diesem Sonntag nach Ehningen gekommen sind. Aber nicht nur. Ein Paar, noch knapp diesseits der 60, ist zu zweit gekommen. „Wir sind die Kinder“, scherzt der Aidlinger. Sie seien bereits vor einigen Jahren einmal bei dem Hoffest gewesen und hätten auch dieses Mal einen schönen Spaziergang mit dem Besuch verbunden.

Aus Dagersheim kommt eine junge Familie, die es gerade auch wegen des Bio-Grundsatzes des Hofes hergezogen hat. „Wir wollten eigentlich schon in den vergangenen paar Jahren kommen, haben es aber wegen Corona nicht gemacht“, sagt die 38-Jährige. „Wir sind Verfechter von Bioland und freuen uns, dass es so einen Hof in der Nähe gibt. Hier kann man schon echt einen ganzen Tag verbringen“, sagt sie über das Fest.

Einen schönen Tag auf dem Bauernhof verbringen

Für viele Besucher steht der Besuch in den Ställen im Vordergrund. Die Kinder streicheln und füttern die Rinder, die Eltern machen Fotos. So auch bei einer Familie aus Maichingen, die mit den zwei- und sechsjährigen Kindern da ist. „Die Tiere und die Fahrzeuge sind die Höhepunkte“, sagt die Mutter.

„Es ist einfach das ganze Paket, das die Menschen anzieht“, weiß Hofchef Bodemer. „Sie verbringen einfach einen schönen Tag auf dem Bauernhof. Und für uns ist es eine Gelegenheit, den Hof und die Werte, die dahinterstehen, zu präsentieren.“ Wie viele Besucher in diesem Jahr erwartet werden, das sei vor Ende des Festes nicht zu sagen. Von etlichen tausend sei aber auszugehen.

Präsentieren wollen sich auch die Schlepperfreunde Waldenbuch, die mit einem guten Dutzend Oldtimer-Traktoren gekommen sind. „Wir sind mit unseren Maschinen gerade viel unterwegs“, sagt Vorstand Thomas Henig-Plett. In Vorbereitung auf das nahende Jubiläum sei man noch auf der Suche nach einer Location. „Ein eigenes Vereinsheim haben wir nicht“, so Henig-Plett.

Das Hoffest steigt noch an diesem Montag und am Dienstag von 11 bis 18 Uhr.

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