Humor im Kreis Böblingen: Los Schatz, wir gehen ins Bikinimuseum!

Was Mann so sammelt: Jürgen Kraft, Bademodensammler, zeigt einen Bikini des französischen Modeschöpfers Réard aus dem Jahr 1953. In Bad Rappenau hat man dem Bikini ein Museum gewidmet.
dpa- BikiniARTmuseum in Bad Rappenau feiert 80 Jahre seit Réards Präsentation des Bikinis.
- Das Museum betont: einst Tabubruch, heute Symbol weiblicher Freiheit und Selbstbestimmung.
- Popkultur-Bezüge: Prinzessin Leia und Ursula Andress prägten das Bild der Bikini-Rebellion.
- Männer setzen Zeichen: Sacha Baron Cohen im Mankini und ein Teilnehmer beim Usedom-Rekord.
- Usedom-Aktion bei 17 Grad: 240 Bikinidamen, darunter Männer – Museum berichtete darüber.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Sommerferien sind da. Die Kinder sind in irgendeiner Ferienfreizeit untergebracht, das Haus ist leer, Mami und Papi sind endlich mal unter sich. Was bei den einen romantische Gefühle weckt, löst bei anderen womöglich leise Panikgefühle aus.
Schließlich kann sich die schulfreie Zeit für manche Paare wie eine Schwimmnudel in die Länge ziehen: Überall herrscht tote Badehose und aus dem Liebesleben ist die Luft genauso raus wie aus einer löchrigen Luftmatratze.

Setzt als Mann ein Zeichen für Emanzipation: Sacha Baron Cohen als Borat im Mankini
20th Century FoxFür alle Paare, die nicht wissen, was sie mit der gemeinsamen Freizeit anfangen sollen, gibt es eine maßgeschneiderte Abhilfe: das BikiniARTmuseum in Bad Rappenau. Dort hat man gerade einen Grund zum Feiern, denn es ist genau 80 Jahre her, dass der französische Ingenieur Louis Réard in Paris seine Erfindung präsentierte: einen ultraknappen Zweiteiler, bei dem auch erstmals der Bauchnabel zu sehen war.

Usedom feiert Bikinigeburtstag mit 240 frierenden Damen. Die Schlange an der Ostseeküste ist für 17 Grad Celsius wohl Weltrekord.
BikiniARTmuseumEinst Tabubruch, heute Symbol weiblicher Freiheit: der Bikini
„Was damals als moralischer Tabubruch galt, entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Kleidungsstücke der Modegeschichte – und für viele zu einem Symbol weiblicher Freiheit und Selbstbestimmung“, heißt es in einer Pressemitteilung des Museums. Keine Frage: Bikinis sind aus dem Stoff, aus dem Rebellionen gemacht sind. Das wusste man schon vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis, wo Rebellen-Prinzessin Leia einst im knappen Zweiteiler für verknappte Luftzufuhr bei Gangster-Boss Jabba sorgte, indem sie ihn mit einer Kette erwürgte – „Star Wars“-Fans wissen Bescheid.

Gilt das auch? Unter die Weltrekordteilnehmerinnen mogelten sich auch einige Männer im Bikini.
BikiniARTmuseumAuch Geheimagent James Bond lernte schon früh, dass in so einem Bikini die geballte Frauenpower steckt. Legendär ist die Szene aus „007 jagt Dr. No“, in der Ursula Andress als Honey Ryder in ihrem Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandbikini aus den Fluten steigt.
Borat setzte im neongrünen Mankini einen Trend
Das BikiniARTmuseum deutet diese und andere Szenen als Symbol für weibliche Emanzipation. Wer heute sieht, wie Sean Connery als James Bond mit dem Fernglas lüsterne Blicke auf das Schweizer Bergpanorama vor ihm richtet, könnte das auch etwas anders sehen. Umso schöner ist es deshalb, wenn mittlerweile auch Männer mit dieser rebellischen Bademode selbst ein wichtiges Zeichen für Emanzipation setzen. Man denke nur an den Schauspieler Sacha Baron Cohen, der als Borat mit seinem neongrünen Mankini einen Trend gesetzt hat.
Lob und Anerkennung gebührt auch einem unbekannten Herrn, der sich laut dem Kraichgauer Bikini-Museum bei einem Weltrekordversuch Anfang Juli auf der Ostsee-Insel Usedom in eine Reihe von 240 Bikinidamen gestellt hatte. Während das Oberteil genug Platz ließ, hätte es „unten rum“ womöglich etwas eng werden können. Zum Glück hatte es an diesem Tag aber nur 17 Grad – so passte ihm das Höschen wie angegossen.
