ILM Award 2026
: Leder Maurer bekommt wichtigen Branchenpreis

Bei der Internationalen Lederwarenmesse (ILM) in Offenbach haben die Aussteller Leder Maurer aus Böblingen zum „Besten Händler“ 2026 gekürt.
Von
Robert Krülle
Böblingen/Offenbach
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Leder Maurer gewinnt Preis: Auf dem Bild freut sich Frauke Ludowig mit Sandra, Jan und Ralf Maurer über den ILM Award 2026 für den Böblinger Fachhändler

Auszeichnung auf Branchenmesse (von rechts): Frauke Ludowig übergibt den Preis an Sandra, Jan und Ralf Maurer.

Thomas Keydel
  • Leder Maurer aus Böblingen erhielt auf der ILM in Offenbach den Award „Bester Händler“ 2026.
  • Aussteller wählten unter ihren Kunden den Gewinner – Kriterien umfassten Konzept und Service.
  • Gewürdigt wurde die Verbindung von Fachwissen, Kreativität und Gastfreundschaft.
  • Schwerpunkt Schule und Reise überzeugt: „Rundreise zum Schulranzen“ mit Zauberspiegel und Fotobox.
  • Familie führt seit 1960 das Geschäft, heute mit Ralf, Sandra und Sohn Jan – Online wird aktiv genutzt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Böblinger Fachgeschäft Leder Maurer ist am vergangenen Wochenende auf der Internationalen Lederwarenmesse mit dem ILM Award als „Bester Händler“ ausgezeichnet worden. Der Preis gilt innerhalb der Branche als die bedeutendste Auszeichnung im deutschsprachigen Raum und und wurde bei der Messe in Offenbach von TV-Moderatorin Frauke Ludowig überreicht.

„Das bedeutet uns sehr viel“, freut sich Seniorchef Ralf Maurer. „Die 176 Hersteller, die an der Wahl teilnehmen konnten, kennen ein sehr breites Spektrum an Händlern – das reicht vom klassischen Fachhandel über Textilhäuser mit Lederwarensortiment bis hin zu den ganz Großen der Branche.“ Dass Leder Maurer ganz oben auf dem Treppchen gelandet ist, sei eine schöne Anerkennung für viele Jahre Einsatz und Engagement. „Auch für unser Team freut uns das riesig – ohne das wäre das nicht möglich“, sagt der 61-Jährige.

Alle Aussteller wählen den „Besten Händler“

Die Internationale Lederwarenmesse ILM in Offenbach gilt als weltweit führende Fachmesse und wichtigste Orderplattform für Lederwaren, Taschen, Reisegepäck und Modeaccessoires. Beim ILM Award handelt sich um eine Auszeichnung, bei der alle Aussteller unter ihren Kunden aus dem gesamten deutschsprachigen Raum die aus ihrer Sicht „Besten Händler“ wählen, wobei zahlreiche Kriterien in die Bewertung einfließen.

Auf der Messe wurde betont, der Preis werde in Anerkennung eines Einzelhandelskonzepts überreicht, das Generationen von Fachwissen mit außergewöhnlicher Kreativität und echter Gastfreundschaft verbinde. Das Konzept von Leder Maurer zeige, was den unabhängigen Einzelhandel heute erfolgreich mache: eine Balance zwischen hochwertigen Produkten und persönlichem Service.

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Spezialisierung auf Schule und Reise

„Entscheidende Kriterien waren unsere Spezialisierung auf Schule und Reise, ohne die anderen Sortimente zu vernachlässigen“, berichtet Ralf Maurer. „Durch unsere Standorte in Böblingen und im Breuningerland Sindelfingen können wir saisonal gewichten und unseren Kundinnen und Kunden eine umfassende Auswahl bieten.“ Im Bereich Schulranzen gelte man inzwischen als „Leuchtturm“ in der Branche.

Insbesondere die Gestaltung der „Rundreise zum Schulranzen“ mit Zauberspiegel, Fotobox in einem historischen Reisekoffer und Zauberkiste sei ein Alleinstellungsmerkmal. „Hier zeigt sich, dass eine Spezialisierung und eine emotionale Inszenierung, wie sie nur der Handel vor Ort bieten kann, der richtige Weg ist“, so Maurer.

Sorgen machen dem Fachgeschäft seit jeher die Verkehrssituation in Böblingen mit ihren vielen Baustellen, Staus und Parkplatzthemen. „Die Erreichbarkeit wird immer wichtiger“, betont Ralf Maurer. „Irgendwann ist die Schmerzgrenze erreicht, wenn jemand zu dir möchte.“ Die Besucher müssten sich in der Stadt willkommen fühlen und gute Möglichkeiten haben, anzufahren und zu parken. „Wir hoffen, dass sich hier Positives tut“, so Maurer.

Online-Geschäft nicht die größte Herausforderung

Dagegen sei das Online-Geschäft – häufig genannter vermeintlicher Sargnagel des stationären Handels – laut Ralf Maurer nicht die größte Herausforderung. „Im Gegenteil, dies ist auch für uns inzwischen eine sehr wichtige Plattform für den Kontakt zu den Kundinnen und Kunden“, so der Seniorchef. „Vorausgesetzt, man macht seine Hausaufgaben.“

Kurt und Helga Maurer eröffneten das Geschäft 1960 an der Sindelfinger Straße 10. Im Jahr 1997 übernahm ihr Sohn Ralf Maurer die Leitung und führt das Geschäft gemeinsam mit seiner Frau Sandra. 2024 ist zudem Sohn Jan eingestiegen.

Eltern und Sohn führen das Geschäft

Wie läuft die Zusammenarbeit im Familien-Team? „Ganz hervorragend“, sagt Ralf Maurer. „Wir tauschen uns laufend aus, meist sehr harmonisch.“ Alle drei hätten jeweils ihre Schwerpunkte, aber man scheue sich nicht, auch mal kontrovers zu diskutieren. „Wenn etwas Anständiges dabei herauskommt, macht das sogar Spaß“, betont Maurer.