Infrastruktur in Sindelfingen: Stadt ertüchtigt die Stromversorgung

Oberbürgermeister Markus Kleemann informiert sich über die Arbeiten am Umspannwerk Mahdental und weitere Maßnahmen im Stromnet.
Stadt Sindelfingen- Sindelfingen stärkt die Stromversorgung: Umspannwerk Mahdental nach Erneuerung in Betrieb.
- Neue 20‑kV‑Schaltanlage ist eingebaut und geprüft, Außenanlagen werden noch hergestellt.
- Mehr als fünf Millionen Euro fließen in Gebäude, Schaltanlage und Technik – 350 Stationen am Netz.
- Zwei weitere 20‑kV‑Schaltwerke werden saniert, rund 2,5 Millionen Euro sind veranschlagt.
- Digitale Überwachung soll Einspeisung und steigenden Bedarf steuern, weitere Investitionen geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Umspannwerk Mahdental ist seit Anfang der 1970er Jahre ein wichtiger Knotenpunkt der Sindelfinger Stromversorgung. Weil wesentliche Teile der Technik das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatten, begannen die Stadtwerke im April 2024 mit dem Neubau. Bei einem Besuch ließ sich Oberbürgermeister Markus Kleemann nun zeigen, was seither umgesetzt wurde.
Anfang 2025 war der Rohbau des neuen Schaltgebäudes abgeschlossen, danach wurde die neue 20-kV-Schaltanlage eingebaut und geprüft. Mittlerweile ist sie vollständig in Betrieb. Derzeit werden noch die Außenanlagen wiederhergestellt und die alten Schaltkomponenten zurückgebaut. Mehr als fünf Millionen Euro investieren die Stadtwerke in Gebäude, Schaltanlage und technische Ausstattung.
Ans Netz sind 350 Umspannstationen angeschlossen
Wie der Strom vom Mittelspannungsnetz weiter in die Stadt verteilt wird, schaute sich Kleemann anschließend an einer modernisierten Umspannstation an. Dort wird der Strom über einen Transformator auf die Niederspannungsebene umgewandelt und über das örtliche Verteilnetz zu den Haushalten geleitet. An das Sindelfinger 20-kV-Netz sind insgesamt 350 Umspannstationen angeschlossen, 250 davon gehören den Stadtwerken. Thema des Besuchs war auch die intelligente Überwachung des Stromnetzes.
Das Umspannwerk Mahdental ist nicht die einzige größere Investition. Derzeit sanieren die Stadtwerke zwei weitere 20-kV-Schaltwerke für insgesamt rund 2,5 Millionen Euro. Für die Erneuerung von drei Transformatoren an den beiden Umspannwerken sind in den kommenden Jahren weitere rund vier Millionen Euro eingeplant.
Zusätzliche Anforderungen entstehen durch den Umbau der Energieversorgung. Photovoltaikanlagen speisen Strom dezentral ins Netz ein, während Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge den Strombedarf erhöhen. Die Stadtwerke müssen deshalb ältere Anlagen erneuern, Teile des Netzes verstärken, Trafostationen bei Bedarf erweitern und die Überwachung und Steuerung weiter digitalisieren.
Bessere Steuerung dank digitaler Technik
„Unser Netz muss sowohl einen höheren Strombedarf als auch eine zunehmende Einspeisung aufnehmen können“, sagt der Stadtwerke-Geschäftsführer Karl Peter Hoffmann. „Deshalb erneuern wir Anlagen und verstärken das Netz dort, wo zusätzliche Kapazitäten gebraucht werden. Gleichzeitig hilft uns die digitale Überwachung, Veränderungen im Netz besser zu erkennen und darauf zu reagieren.“
