Interkommunaler Windpark
: Weissach und Heimsheim treiben Windpark voran

Mit der Teilnahme an einem Interessenbekundungsverfahren hat der Weissacher Gemeinderat sich einstimmig zum interkommunalen Windpark bekannt.
Von
Manuel Schust
Stuttgart
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Die Stadt Heimsheim und die Gemeinde Weissach wollen einen gemeinsamen Windpark auf den Weg bringen.

dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Der Verband Region Stuttgart hat in der Regionalversammlung jüngst Windvorranggebiete vorgestellt. Von einst 106 Flächen in der Region Stuttgart sind aktuell noch 87 übrig. Auch rund um Weissach sind hierbei zwei Flächen aus den Plänen gestrichen worden. Ein südlich von Weissach und auch auf Rutesheimer Gemarkung liegendes Gebiet fällt nun weg. Ebenso ist eine Fläche im Weissacher Osten nicht mehr in den Plänen ausgewiesen.

Als größtes Windvorranggebiet ist hingegen weiterhin ein Gebiet im Westen der Gemeinde ausgewiesen (BB-32). Hier soll gemeinsam mit der Stadt Heimsheim ein interkommunaler Windpark entstehen. Im Weissacher Gemeinderat wurde nun grünes Licht dafür gegeben, für genau jene Gemarkung die Erschließung voranzutreiben.

Bereits im November 2023 hat das Gremium sich zu einem gemeinsamen Interessenbekundungsverfahren mit den umliegenden Nachbarkommunen bekannt. Da aber umliegende Kommunen noch nicht den erforderlichen Planungsstand erreicht haben und erst zu einem späteren Zeitpunkt eingebunden werden können, werden die Gemeinde Weissach und die Stadt Heimsheim nun vorrangig zusammenarbeiten.

Dienstleister beauftragt

Die in Freiburg ansässige Firma endura kommunal GmbH ist als erfahrener und qualifizierter Dienstleister für die Begleitung und Durchführung des Interessenbekundungsverfahrens beauftragt worden. Der Gemeinderat stimmte einstimmig der Firma den Zuschlag zu geben, die bereits umfangreiche Erfahrungen in der Beratung von Kommunen im Windenergiebereich und auch der Durchführung solcher Verfahren vorweisen kann. Insgesamt werden hierfür Kosten in Höhe von insgesamt 64 022 Euro fällig. Da die Gemeinde Weissach und die Stadt Heimsheim sich die Kosten teilen beträgt der Weissacher Anteil 32 011 Euro.

Planungen werden konkreter

„Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, wo das Ganze nun etwas konkreter wird“, betont Andreas Pröllochs von der Bürgerliste Unabhängige Wählervereinigung Weissach. „Auch die Bürgerliste will sich diesem Thema und den Herausforderungen, die damit einhergehen, stellen. Wir möchten dieses Verfahren in der interkommunalen Form der Vorgehensweise absolut unterstützen. Es ist schön, dass es möglich ist, mit der Stadt Heimsheim gemeinsam etwas zu machen, weil wir ja direkt aneinander grenzen.“

Schön ist für die Weissacher Finanzen auch, dass durch die ebenfalls beschlossene Aufhebung des Beschlusses zur Nutzung der Wertungsmatrix der Kommunalberatung Rheinland-Pfalz keine zusätzlichen Kosten entstehen. „Wir haben hierzu keinen Vertrag abgeschlossen“, erklärt Bürgermeister Jens Millow. „Es waren alles Vorarbeiten, die quasi zu einer Vertragsschließung führen sollten. Doch dazu ist es nie gekommen und daher haben wir keine Bindung an einen Vertrag.“

Vertreter der endura kommunal GmbH werden bei der nächsten Weissacher Gemeinderatssitzung vor Ort sein, um Informationen zur weiteren Vorgehensweise vorzustellen.

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