Interkultureller Garten
: Jetzt kann in Böblingen barrierefrei gegärtnert werden

Der Interkulturelle Garten in Böblingen ist umgebaut worden. Ab sofort können auch rollstuhlfahrende Menschen mitgärtnern, ohne im Matsch stecken zu bleiben.
Von
red
Stuttgart
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Der Weg zum Gartenhaus ist nun ebenfalls barrierefrei.

privat

Seit mehr als zehn Jahren ist der Interkulturelle Garten in Böblingen ein lebendiges Beispiel dafür, wie gemeinsames Gestalten Menschen miteinander verbinden kann. Eine Gartengemeinschaft pflegt hier Beete sowie Freundschaften und lebt die Vielfalt, die Böblingen ausmacht.

Ein wichtiger Meilenstein wurde im vergangenen Jahr erreicht: Der Garten, zwischen Murkenbach und Brunnenstraße und direkt gegenüber des Seilgarten-Spielplatzes gelegen, ist nun barrierefrei, berichtet die Stadt. Ermöglicht habe dies die Planung und Umsetzung durch das Tiefbau- und Grünflächenamt der Stadt Böblingen. Die Projektleiterinnen Birgit Seidler-Böhringer und Damla Sener aus der Abteilung Umwelt und Grünflächen hätten die Umgestaltung in enger Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten der Stadt, Annemarie Gronover, koordiniert.

Der Weg führt nun barrierefrei zum Gartenhaus

Der Eingangsbereich des Interkulturellen Gartens habe bislang für Rollstuhlfahrende eine erhebliche Herausforderung dargestellt. Unebene und lückenhafte Pflasterflächen sowie teils stark hervorstehende Steine hätten sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Barrierefreiheit beeinträchtigt. Mit der nun abgeschlossenen Sanierung sei der Bereich grundlegend überarbeitet worden. Durch eine angepasste Rampensteigung und die komplette Erneuerung des Pflasterbelags seien die Hindernisse beseitigt worden. Zusätzlich sorge ein neu installiertes Geländer mit Radabweiser dafür, dass Rollstuhlfahrende den Eingang sicher nutzen könnten, ohne Gefahr zu laufen, seitlich abzurutschen, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Rampe führe künftig nahtlos zu einem ebenfalls barrierefreien Weg, der das Gartenhaus erschließe. Dieser sei mit Rasengittersteinen angelegt worden, sodass er auch bei schlechtem Wetter problemlos mit Kinderwagen, Bollerwagen, Fahrrädern oder Rollstühlen befahren werden könne. Die begrünten Rasengitterplatten fügten sich in das Gesamtbild ein und wirkten optisch dezent.

Die neue Barrierefreiheit sei mehr als ein bauliches Detail: Sie sei ein Zeichen dafür, dass Engagement und Teilhabe für alle offenstehen sollten. „Barrierefreiheit gehört sichtbar auch in das ehrenamtliche Engagement und setzt ein wichtiges Zeichen für eine offene Stadtgesellschaft“, betont die Behindertenbeauftragte der Stadt Böblingen, Nora Marr.

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